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Massa: Sind stärker als McLaren-Mercedes

04. Juli 2007 - 15:28 Uhr

Der Brasilianer ist überzeugt, dass man McLaren-Mercedes auch auf deren heimischem Boden in die Schranken weisen kann

Felipe Massa
Felipe Massa möchte in Silverstone nur im Rückspiegel "silber" sehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Knapp nach Halbzeit des Rennens in Magny-Cours sah Felipe Massa wie der sichere Sieger aus. Mit einigen Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen drehte er seine Runden. Doch nach dem zweiten Stopp ging alles schief. Der Brasilianer wurde im Verkehr aufgehalten, während Räikkönen noch einige schnelle Runden drehte, ehe auch er an die Box ging und vor Massa wieder auf die Strecke kam.

"Ich kann nicht sagen, dass ich mit dem zweiten Rang unzufrieden wäre", so Massa. "Ich bin zufrieden, zu einem Ferrari-Doppelsieg beigetragen zu haben - den ersten mit Kimi. Aber ein wenig enttäuscht bin ich dann auch, dass ich am Ende des Rennens nicht ganz vorn lag. Alles lief perfekt, aber im entscheidenden Moment fehlte das Glück. Kimi dagegen hatte es. Aber so ist das manchmal."

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Doch der Brasilianer haderte vor allem mit den Nachzüglern. "Ich weiß, dass man keine Zeit verlieren möchte, wenn man selbst in einem Zweikampf steckt", erklärte er. "Aber ich war ja der Führende. Einige der langsameren Autos haben sich nicht korrekt verhalten. Ich konnte sechs Runden lang die blauen Flaggen beobachten, die den Autos vor mir gezeigt wurden, aber sie haben nicht viel davon mitbekommen."

Das Rennen in Magny-Cours habe jedoch etwas sehr Positives gezeigt: Ferrari befinde sich nicht in einer Formkrise. In Silverstone soll der Trend nun erneut bestätigt werden. "Wir haben ein Auto, das für diese Strecke fantastisch ist. Wir waren bei den Testfahrten sehr schnell", so Massa. "Ich bin überzeugt, dass wir wieder ein konkurrenzfähiges Auto haben werden. Natürlich müssen wir McLaren-Mercedes beobachten, aber ich glaube, dass wir etwas vor ihnen liegen werden."

Der in Silverstone immer drohende Regen beunruhigt Massa dagegen nicht, "auch wenn eine nasse Strecke das Rennen zur Lotterie macht", wie er erklärte. "Das Überholen könnte schwierig, ja fast unmöglich werden. Aber die Strecke ist dennoch großartig, für uns Fahrer eine der herausforderndsten des Jahres."

"Für Generationen von brasilianischen Formel-1-Fahrern war der Großbritannien-Grand-Prix wie ein zweites Heimrennen, denn die britischen Nachwuchsserien waren die 'Schule', in die sie gingen, nachdem sie nach Europa gekommen waren", so der Brasilianer. "Ich bin einer der wenigen Brasilianer, die ihre Karriere in Italien begannen."