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Lom: "Ein vergleichsweise normaler Kurs"

18. Juli 2007 - 12:56 Uhr

Der für Red Bull Racing verantwortliche Renault-Motoreningenieur verrät im Interview, mit welchen Erwartungen das Team in die Eifel reist

Fabrice Lom
Fabrice Lom rechtet mit besseren Ergebnissen für Red Bull Racing
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Die Ergebnisse von Red Bull Racing ließen in Magny-Cours und Silverstone ein wenig nach. Welche Erwartungen stellen Sie an die zweite Saisonhälfte?"
Fabrice Lom: "Wir konnten unsere Performance für Barcelona, Monaco und Montréal steigern - seither scheinen wir stehen geblieben zu sein. Unseren Konkurrenten gelang ein Schritt nach vorne, zudem beklagten wir einige Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit. Viele verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, aber das Auto ist sicherlich besser als es die vergangenen Ergebnisse zeigten."

"Unser Hauptaugenmerk liegt im Moment darin, die Haltbarkeit zu verbessern. Danach arbeiten wir an der Leistungsfähigkeit, um uns einen Vorteil gegenüber unseren direkten Rivalen Williams und Toyota zu verschaffen. Seit Saisonbeginn haben wir große Fortschritte erzielt, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns."

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Frage: "Das einzige Rennen in Deutschland findet auf dem Nürburgring statt. Beansprucht diese Strecke die Motoren sehr stark?"
Lom: "Wenn du den Hockenheimring mit dem Nürburgring vergleichst, dann strapaziert der Eifelkurs die Triebwerke deutlich weniger. Das bezieht sich sowohl auf die längste Vollgaspassage als auch auf den Volllastanteil. Außerdem liegt der Nürburgring etwas höher über dem Meeresspiegel. Das heißt, dass dort ein geringerer Luftdruck herrscht und einige Komponenten wie die Kolben weniger Last aushalten müssen. Was die Motoren betrifft, stellt der Eifelkurs keine besonderen Herausforderungen. Wir müssen eigentlich nur sicherstellen, dass die Achtzylinder wie Uhrwerke funktionieren und keine Probleme verursachen."

Frage: "Was erwarten Sie vom Großen Preis von Europa?"
Lom: "Aus Sicht der Motoren ist es ein vergleichsweise normaler Kurs, die Fahrer finden die Strecke sehr interessant. Ich denke, dass unser Paket am Nürburgring großes Potenzial besitzt. Jetzt liegt es an uns, das Beste daraus zu machen. Für Ungarn erwarten wir eine neue Entwicklungsstufe. Bei den Testfahrten in Spa vergangene Woche haben wir uns auf die Verbesserung der Zuverlässigkeit konzentriert, dies sollte uns bereits am Wochenende helfen, unser Ziel zu erreichen und weitere Punkte einzufahren."