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Herausforderung Hungaroring

31. Juli 2007 - 09:39 Uhr

McLaren-Mercedes-Testfahrer Pedro de la Rosa erklärt Ihnen die Tücken des Hungarorings vor den Toren Budapests

Pedro de la Rosa
Pedro de la Rosa belegte im vergangenen Jahr den zweiten Rang
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Der Kurs von Budapest ist natürlich ein fantastischer Kurs, vor allem da ich solch große Erinnerungen an das letztjährige Rennen und meine zweite Zielankunft auf dem Podium habe, mein bestes Ergebnis in der Formel 1".

"Auch wenn ich etwas voreingenommen bin, denke ich immer noch, dass der Hungaroring ein sehr guter Kurs ist. Aufgrund seiner vielen langsamen Kurven ist er sehr schwierig."

"Es kann auch körperlich sehr anstrengend sein, denn normalerweise findet das Rennen im August statt, wenn das Wetter in Ungarn sehr heiß und feucht ist. Dies kann für den Fahrer sehr hart sein, denn es gibt keine langen Geraden, auf denen man sich entspannen kann."

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"In Bezug auf das Setup ist es eine sehr ähnliche Strecke wie Monaco, wir fahren also mit so viel Abtrieb wie möglich, um das Auto in den langsamen Kurven sehr gut zu machen. Zudem muss die Front des Autos ziemlich weich sein, da man in den mittelschnellen Kurven eine Menge Haftung vorn braucht."

"Der Rest ist ziemlich harte Arbeit. Es gibt dort einige Randsteine, an denen man hart attackieren muss, besonders durch die Schikane in Kurve 6 hindurch, wo man sich manchmal den Boden des Chassis' beschädigt."

"Man benötigt auch eine ordentliche Balance bei hohen Geschwindigkeiten, vor allem in Kurve 11. Dies ist eine Hochgeschwindigkeitskurve, in der man die Aerodynamik-Balance wirklich hinbekommen muss. Sie erfordert am Eingang Mut und man geht nur kurz vom Gas und schaltet in den vierten Gang."

"Die Traktion ist im letzten Teil der Strecke, den Kurven 13 und 14, wichtig, besonders beim Herausbeschleunigen aus Kurve 14, da diese auf die einzige Gerade der Strecke führt, die nicht sehr lang ist, weswegen man am Kurvenausgang einen guten Speed braucht."

"Einer der sehr schwierigen Faktoren bei diesem Rennen ist die Tatsache, dass es sehr schwierig ist, zu überholen. Wie Monaco ist dies eine jener Strecken, auf denen das Qualifying wichtig ist und man wirklich einen Platz vorn in der Startaufstellung braucht."

"Aber während der vergangenen paar Jahre wurde die Strecke verändert, sie haben die Hauptgerade etwas verlängert und Kurve 1 ist nun eine sehr langsame Kurve, für die man hart bremsen muss. Dies hat dafür gesorgt, dass man zumindest einen Überholversuch hat, wenn man aus Kurve 14 gut herauskommt."

"Ich würde dennoch sagen, dass dies wirklich die einzige Stelle ist, an der man jemanden attackieren kann, anderswo ist das fast unmöglich. Die Natur der Strecke bedeutet auch, dass es im Qualifying der Schlüssel ist, sicherzustellen, dass man nicht im Verkehr stecken bleibt und eine saubere Runde hat."

"In dem Moment, in dem man hinter einem Auto dicht auffährt, verliert man auf dem verwinkelten Teil der Strecke viel Abtrieb, was natürlich in der Schlusszeit einen deutlichen Unterschied ausmachen kann. Das Qualifying macht hier also 70 Prozent des Rennens aus."

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