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Haug erfreut über teaminternen Wettbewerb
Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist froh, zwei gleich starke Fahrer im Team zu haben, und dementiert die angebliche Bevorzugung von Lewis Hamilton
(Motorsport-Total.com) - Das Thema ist nicht neu, die Aussagen schon: Wieder einmal geht es um die angebliche Bevorzugung von Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes, gerade vor dem gemeinsamen Heimrennen des Fahrers und Teams in Silverstone. Doch Mercedes-Sportchef Norbert Haug stellt erneut klar, dass derartige Gerüchte reine Hirngespinste sind.
"Warum sollten wir denn einen Doppelweltmeister holen und ihm dann schlechteres Material geben?", wird der Deutsche von 'autosport.com' zitiert. "Uns wurde vorgeworfen, dass wir uns über Lewis' Polerunde in Kanada so gefreut haben. Wer auch immer das gesagt hat, hat wohl vergessen, wie wir auch Fernando auf dem Weg zur Pole angefeuert haben und wie enttäuscht wir waren, als es dann doch nicht für ihn geklappt hat."

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Warum einen Weltmeister demontieren?
Man muss ihm Recht geben: Welchen Sinn würde es machen, für mehr als 20 Millionen Euro Jahresgage einen Superstar an Bord zu holen, nur um ihn dann gegenüber einem unerfahrenen Rookie zu benachteiligen, der lediglich einen Bruchteil dessen verdient? Zwar ist unbestritten, dass Hamilton Teamchef Ron Dennis seit vielen Jahre nahe steht, doch spätestens der Nichtangriffspakt von Monaco hat bewiesen, dass dies von den Silberpfeilen professionell gehandhabt wird.
Grundsätzlich freut sich Haug über den harten Konkurrenzkampf zwischen seinen beiden Schützlingen, weil sich diese positiv auf die Gesamtleistung des Teams auswirke - und er untermauerte dies augenzwinkernd mit einem Vergleich: "Wenn eine Zeitung zwei Journalisten ins Fahrerlager schickt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie mehr recherchieren können und mehr herausfinden als einer, der auf sich alleine gestellt ist."
Wettbewerb wird vom Team geschätzt
"Wir wissen Wettbewerb zu schätzen. Wenn alles in einem sportlichen und fairen Rahmen bleibt, bringt das das Team voran. Wüsste andererseits ein Fahrer von Anfang an, dass er besser ist als sein Teamkollege, dann wird er nicht ans Limit gehen. Also glaube ich fest daran, dass sich jedes Team zwei gleich starke Fahrer wünscht, aber nur die Hälfte der Teams hat so eine Paarung tatsächlich gefunden", fügte der 54-Jährige an.
Außerdem sei es Unsinn, dass Hamilton das Team viel besser als Alonso kenne, weil er schon seit einem Jahrzehnt von McLaren-Mercedes gefördert wird: "Ich bin fasziniert von Geschichten, wonach Lewis schon sieben oder acht Jahre Erfahrung mit dem Formel-1-Team haben soll. Das stimmt so einfach nicht. Er kennt uns nur ziemlich gut, das ist alles", gab der Mercedes-Sportchef abschließend zu Protokoll.










