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Grünes Licht für "Feuerwehrmann" Winkelhock

18. Juli 2007 - 15:01 Uhr

Markus Winkelhock sitzt am Nürburgring im zweiten Spyker: Der Vertrag gilt vorerst aber nur für ein Rennen

Markus Winkelhock
Markus Winkelhock wird auf dem Nürburgring sein Formel-1-Debüt geben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Markus Winkelhock ist am Ziel seiner Träume. Der 27-Jährige aus Berglen-Steinach wird am Sonntag auf dem Nürburgring sein Debüt in der Formel 1 geben. Am Mittwoch erhielt er nach einer mehrtägigen Hängepartie endlich grünes Licht von Spyker-Teamchef Colin Kolles. "Für mich wird ein Traum wahr", sagte Winkelhock: "In Deutschland mein erstes Rennen zu fahren, ist absolut perfekt und etwas ganz Besonderes."

Nachdem letzte Verhandlungen mit Sponsoren erfolgreich abgeschlossen wurden, nominierte das Spyker-Team den etatmäßigen Testpiloten Winkelhock als Ersatz für den in der vorigen Woche entlassenen Stammfahrer Christijan Albers, allerdings zunächst nur für den Großen Preis von Europa. Dort wird Spyker mit zwei deutschen Piloten antreten. Neben Winkelhock hat auch Stammpilot Adrian Sutil seine Heim-Premiere in der Königsklasse.

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"Es ist schön, dass ich Markus für seine Geduld und Loyalität in den letzten 18 Monaten belohnen kann", erklärte Kolles. Für den Zahnarzt aus Ingolstadt ist Winkelhock damit schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche zum "Feuerwehrmann" geworden. Am vorigen Wochenende war Winkelhock in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Mugello kurzfristig in Kolles" Privatteam eingesprungen und hatte als Neunter knapp die Punkteränge verpasst. Zuvor hatte der Schwabe in der DTM bereits zweimal im Audi-Werksteam den verlezten Dänen Tom Kristensen vertreten.

"Die Umstellung von der DTM zur Formel 1 ist natürlich sehr groß", meinte Winkelhock. Er ist dennoch zuversichtlich für seinen Einsatz am Wochenende, da er die Rennstrecke sehr gut kennt: "Der Nürburgring war schon immer meine Lieblingsstrecke, ich bin auch in der Formel 3 dort gut gefahren."

Seine Streckenkenntnis wird ihm zudem helfen, da er in dieser Saison erst wenige Testkilometer im Formel-1-Auto absolviert hat. "Das ist ein Sprung ins lauwarme Wasser", meinte er: "Aber ich bin physisch und mental gut vorbereitet und versuche, das Beste daraus zu machen."

Durch Winkelhocks Start werden zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem US-Grand-Prix in Indianapolis am 17. Juni fünf deutsche Fahrer an den Start gehen. Damals war neben den Stammpiloten Ralf Schumacher, Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Sutil bei BMW-Sauber Sebastian Vettel anstelle des verletzten Robert Kubica zum Einsatz gekommen.

Winkelhock, der 2006 als Freitagstester beim Spyker-Vorgänger Midland erstmals an Formel-1-Wochenenden auf der Strecke war, eifert mit seinem Renn-Einsatz seinem Vater und großem Vorbild Manfred nach. Der fuhr zwischen 1982 und 1985 insgesamt 47 Rennen in der Königsklasse, verunglückte dann aber am 11. August 1985 bei einem Sportwagenrennen in Mosport/Kanada tödlich.

Insgesamt ist Markus Winkelhock das dritte Familienmitglied in der Formel 1. Sein Onkel Joachim, der im Tourenwagen große Erfolge feierte, war allerdings 1989 nie über die Vorqualifikation hinausgekommen. Drei Fahrer im Formel-1-Zirkus können neben den Winkelhocks lediglich so berühmte Rennsport-Familien wie die Brabhams, Fittipaldis und Villeneuves vorweisen.

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