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Gascoyne: Regen wäre gut für uns

05. Juli 2007 - 13:53 Uhr

Der Cheftechnologe des Spyker-Teams über die Auswirkungen des Frankreich-Rennens, die einfache Logistik in Silverstone und das englische Wetter

Mike Gascoyne
Mike Gascoyne hofft auf das unbeständige englische Sommerwetter
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Die Fabrik des Spyker-Teams liegt direkt gegenüber dem Eingang zur Strecke in Silverstone. Unterscheidet sich daher die Vorbereitung auf dieses Rennen?"
Mike Gascoyne: "Was die Vorbereitung auf das Rennen betrifft, nicht, wir sehen da nichts anders als bei anderen Rennen. Wir hatten den Luxus, nach dem Rennen in Frankreich wieder in die Fabrik gehen zu können, die meisten anderen Teams kamen direkt aus Magny-Cours an die Strecke. Wir sind es gewohnt, an der Strecke aus Lkw heraus zu arbeiten. In der einen Woche zwischen Frankreich und Silverstone konnten wir sie aber zurück in die Fabrik bringen und für Donnerstag wieder vorbereiten. Das macht es für die Jungs schon einfacher. Einen großen Unterschied macht es aber nicht, wenn man am Wochenende so nah an der Teambasis ist. Sollten wir aber Probleme mit den Autos haben, so ist es viel einfacher, die Teile zu beschaffen."

Frage: "Die Leistung von Adrian Stil war in Frankreich besonders viel versprechend. Ist das, trotz der Probleme im Rennen, ein Zeichen, dass das Team das Renntempo verbessert?"
Gascoyne: "Als Adrian freie Fahrt hatte, war seine Pace viel besser als am Samstag. Das zeigt, dass wir das Qualifying richtig hinbekommen müssen. Wir wissen, wie es um die Pace des Autos bestellt ist, aber wir qualifizierten uns eineinhalb Sekunden hinter den Super Aguri. Nach 70 Runden waren wir 20 Sekunden hinter (Takuma) Sato. Wir sind also besser, als wir im Qualifying aussehen."

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Frage: "In Frankreich musstet ihr mit zwei Ersatzautos antreten. Ist das nun ein Nachteil für Silverstone?"
Gascoyne: "Christijan (Albers) hat ein Chassis am Freitag beschädigt, wir setzten dafür ein Auto ein, das als Ersatzauto in der Fabrik für Frankreich aufgebaut wurde. Wir brauchten dieses Auto dann auch am Sonntag, als sich bei Adrian ein elektrisches Problem in der Startaufstellung einstellte. Das eigentliche Einsatzauto von Christijan ist mittlerweile wieder repariert und wird das Ersatzauto für Spa sein. Im Rennen hatte Christijan dann das Problem beim Boxenstopp. Das Auto und die Tankanlage konnten wir schnell reparieren. Es waren keine großen Schäden entstanden. Es wird keine Auswirkungen haben, dass wir das Rennen mit zwei Ersatzautos bestritten haben. Adrian muss denselben Motor wie im T-Car fahren, aber auch das wird keine zusätzlichen Probleme mit sich bringen."

Frage: "Ist es schön, nun auf einem Kurs zu fahren, auf dem man drei Testtage hatte?"
Gascoyne: "Definitiv. Wir waren in Barcelona auch konkurrenzfähiger, und auch dort testeten wir zuvor. Silverstone sollte also besser für uns laufen."

Frage: "Als du zum letzten Mal in dieser Fabrik gearbeitet hast, war das während der 'goldenen Jahre' von Jordan. Hält für dich dieses Rennen auch persönlich einige Erinnerungen parat?"
Gascoyne: "Silverstone war großartig, als ich zum letzten Mal hier war. 1999 fuhr Damon (Hill) seine letzte Saison und wir hatten ein sehr erfolgreiches Jahr, speziell mit Heinz-Harald Frentzen. Er hatte in Magny-Cours gewonnen und als wir hierher kamen, war alles Gelb. Wir parkten an der Fabrik und liefen hinüber zur Strecke. Es war toll, wie einem die Fans gratulierten und einem Glück wünschten. Das Rennen 1999 war ein richtiges Heimrennen."

Frage: "Nun bist du mit Spyker wieder zurück, die Erwartungen werden aber sicher etwas anders sein."
Gascoyne: "Derzeit sind wir da, wo wir uns erwartet haben - hinten in der Startaufstellung. Aber mit dem Wetter, das wir in den vergangenen Wochen hatten, könnte der Regen alles etwas durcheinander mischen. Wir sollten schauen, dass wir eine gute Strategie finden. Regenschauer und wechselhaftes Wetter könnten für uns sehr gut sein."

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