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Franzosen zeigen Verständnis für Ecclestone

16. Juli 2007 - 19:58 Uhr

Der französische Automobilverband gibt finanzielle Probleme in Magny-Cours zu, möchte aber 2009 wieder einen Grand Prix austragen

Ortsschild Magny Cours
Magny-Cours wird wohl nie mehr in die Formel 1 zurückkehren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dass in Magny-Cours 2008 kein Grand Prix mehr gefahren wird, steht fest, doch das bedeutet noch lange nicht, dass der französische Automobilverband FFSA mit der Formel 1 schon abgeschlossen hat. Ganz im Gegenteil: 2009 soll die Königsklasse des Motorsports in ihr Ursprungsland zurückkehren - wenn nicht an den Circuit de Nevers, dann nach Paris.

Zur Vorgeschichte: Zwischen der FFSA und Bernie Ecclestone besteht noch bis 2011 ein Vertrag über die Austragung eines Formel-1-Rennens. Dieser wird jedoch 2008 auf Wunsch der FFSA hin ausgesetzt, weil sich der Verband den Event nicht mehr leisten kann - bei einem Gesamtbudget von jährlich 22 Millionen Euro liegt der Verlust im Bereich von etwa zehn Prozent, also zwei bis drei Millionen Euro.

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Ecclestone hat keine Lust auf Magny-Cours

Eric Barbaroux, Generaldirektor der FFSA, wird Ecclestone demnächst auch offiziell darüber informieren, dass in Magny-Cours 2008 kein Grand Prix stattfinden kann. Probleme mit der Aussetzung der kommerziellen Vereinbarung erwartet er nicht, "weil er ja sowieso keinen Grand Prix mehr in Magny-Cours will", wie er gegenüber 'Racing-Live' erklärte. Dies bedeute aber kein endgültiges Ende des Vertrags.

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass die Formel 1 nicht mehr nach Magny-Cours will? "Vor 20 Jahren wurden Bernie Ecclestone eine Autobahn, Hotels, bessere Zufahrtswege versprochen, aber nichts davon wurde je erledigt. Wir können das nicht bestreiten. Es ist ein echtes Problem, das uns bewusst ist. Jetzt müssen wir schauen, wie wir das lösen können", antwortete Barbaroux.

Kritik an der französischen Regierung

Allerdings liege es nicht ausschließlich an der FFSA, aktiv zu werden, sondern auch an der französischen Regierung, die nie etwas unternommen hat: "Wenn die Regierung die Dinge in die Hand nimmt, die seit 15 Jahren nicht gemacht wurden, und entscheidet, dass eine Autobahn für einen Event dieser Größenordnung essentiell ist, dann könnte sie das in einem Jahr umsetzen. Es ist eine Frage des politischen Willens", so der FFSA-Mann.

Ganz aufgeben will er Magny-Cours sowieso noch nicht, weil es die einfachere Variante sei, auf einer bereits bestehenden Rennanlage zu. Klar ist aber auch, dass Ecclestone sich wohl kaum mehr für einen Grand Prix mitten im Nirgendwo begeistern kann: "Er hat erklärt, dass die einzige Zukunft, die er für den Frankreich-Grand-Prix 2009 sieht, in der Pariser Gegend sieht", meinte Barbaroux. "Wenn er uns sagt, dass entweder in Paris oder nirgends gefahren wird, dann akzeptieren wir das."

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