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Der Regen kühlte die BMW Sauber F1 Team Fahrer nicht ab

22. Juli 2007 - 18:00 Uhr

Zwar konnten beide Piloten beim Heimrennen des Rennstalls in die Punkte fahren, doch die beiden Fahrer kamen sich wieder einmal etwas in die Quere

Robert Kubica und Nick Heidfeld
Heidfeld konnte seinen Teamkollegen in der Schlussphase des Rennens schnappen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach einem extrem ereignisreichen Großen Preis von Europa kamen die BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica auf den Positionen sechs und sieben ins Ziel. Die beiden waren unmittelbar nach dem Start miteinander kollidiert, wurden dadurch ans Ende des Feldes zurückgeworfen und holten anschließend bis zu den Punkterängen auf.

"Mein Start war nicht so gut wie sonst", so Heidfeld. "In der ersten Kurve hat mich Robert leider in den Dreck geschickt und in der zweiten Kurve wieder. Dabei sind wir unglücklicherweise zusammengerappelt, und danach war mein Auto kaputt. Es war Glück im Unglück, dass das Rennen abgebrochen wurde und wir das Auto reparieren konnten. Das hat das Team sehr gut hinbekommen."

"Später hing ich eigentlich die ganze Zeit hinter Robert fest. Am Schluss hat er einen Fehler gemacht, und ich konnte endlich vorbei. Der Unfall mit Ralf Schumacher war unglücklich. Er war schlecht aus der Schikane herausgekommen und hatte mir die Tür erst offen gelassen, dann aber doch reingezogen, als er mich gesehen hat. Ich war aber auf dem nassen Teil der Strecke und konnte die Kollision leider nicht mehr vermeiden."

"Ich hatte einen sehr guten Start, aber in der zweiten Kurve ist Nick anscheinend etwas zu schnell angekommen", so Kubica. "Er hat mein Auto getroffen, ich habe mich gedreht und war Letzter. Dann begann es zu regnen. Ich habe das Team gefragt, ob ich zur Box kommen soll. Da ich keine Antwort hörte, bin ich weitergefahren, was falsch war."

"Das Rennen hat bei den wechselnden Bedingungen Spaß gemacht, aber ich hatte große Probleme beim Bremsen. Jedes Mal tanzte das Heck, und mit den Regenreifen konnte ich praktisch gar nicht verzögern. Als Nick mich in der letzten Runde überholt hat, hatte ich keine Chance, weil ich vor der Schikane kaum bremsen konnte. Ich wollte die Schikane auch nicht abkürzen, aber vielleicht hätte ich das tun sollen, weil ich so fast stehen bleiben musste."

"Das Rennen war eine Herausforderung. Nicht nur die Autos mussten schnell sein, sondern auch die Reaktionen des Teams, welche Reifen wann die besten sind. Unser Ergebnis hätte besser sein können, aber das müssen wir jetzt analysieren."

"Es war ein turbulentes Rennen mit zwei Regenphasen und entsprechend vielen und hektischen Boxenstopps, insgesamt waren es bei uns zehn", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Unsere Boxenmannschaft hat sehr gut gearbeitet und ist mit dieser Situation einwandfrei fertig geworden. Unsere Plätze sechs und sieben resultieren daher nicht aus den Witterungsbedingungen, sondern aus der Kollision unserer beiden Fahrer in der ersten Runde. Das hat uns am Ende einen Podiumsplatz gekostet."

"Nach der starken Vorstellung im Training sind wir über dieses Resultat natürlich enttäuscht", so Willy Rampf, Technischer Direktor. "Für uns begann das Rennen schon chaotisch, als sich Robert und Nick in der zweiten Kurve berührten. Beide Autos waren danach beschädigt. An Nicks Fahrzeug mussten wir während der Rennunterbrechung die Spurstange wechseln, bei Robert war die Endscheibe des Heckflügels lädiert."

"Nach dem Neustart hingen beide Piloten hinter David Coulthard fest. Sie hätten zwar schneller fahren können, doch zum Überholen reichte es nicht. Dass wir trotz all dieser Probleme den Punkteabstand auf Renault vergrößern konnten, ist ein kleiner Trost."

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