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Button sieht Licht am Ende des Tunnels

03. Juli 2007 - 11:30 Uhr

Jenson Button und Teamchef Nick Fry bewerten Hondas jüngste Fortschritte durchaus realistisch, sehen aber immerhin Licht am Ende des Tunnels

Jenson Button
Jenson Button kommt mit einem Punkt zu seinem Heimrennen nach Silverstone
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dank seines achten Platzes in Magny-Cours erspart sich Jenson Button die Schmach, ohne einen einzigen Punkt auf seinem WM-Konto zum Heimrennen nach Silverstone zu kommen, auch wenn eine Schwalbe noch lange keinen Sommer macht, wie es sein Teamchef Nick Fry formulierte. Aber: Es geht aufwärts bei den Japanern - wenn auch nur langsam.

Ein Punkt sei noch lange kein Grund für Euphorie (Button: "Ich kann nicht glauben, dass ich nach einem achten Platz sage, ich bin zufrieden!"), denn "wir sind noch weit, weit davon entfernt, einen Ferrari oder McLaren zu schlagen", gestand Fry offen ein. "Dorthin wollen wir bis zum Saisonende kommen, auf jeden Fall dann nächstes Jahr. Aber man darf nicht erwarten, dass wir über Nacht von ganz hinten nach ganz vorne fahren. Das ist völlig unrealistisch."

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Steigerung im Rennen, nicht im Qualifying

Magny-Cours war zumindest ein Anfang, denn Button konnte sich in der hart umkämpften Mittelfeldgruppe - auch dank eines sehr langen ersten Stints - gut behaupten: "Wir wussten, dass wir uns im Qualifying nicht gesteigert hatten", analysierte der 27-Jährige im Interview mit unseren Kollegen von 'autosport.com', "aber im Rennen schon." Speziell der letzte Stint sei viel versprechend gewesen, auch wenn da die meisten Konkurrenten natürlich schon ihre Motoren schonten.

"In den ersten zwei Stints hatte ich große Schwierigkeiten mit blockierenden Vorderrädern", so Button. "Ich denke, da fehlte es uns einfach an Grip oder Downforce. Speziell bei niedriger Geschwindigkeit verbremste ich mich immer wieder, außerdem hatte ich an der Vorderachse massive Vibrationen. An der Low-Speed-Aerodynamik und an der Mechanik müssen wir noch arbeiten. Auf der Bremse verlieren wir zu viel Zeit. Das ist aber relativ einfach zu beheben, denke ich."

Zuversicht schöpft er auch aus der Tatsache, dass er seine persönlich schnellste Runde im Rennen, nur gut eine halbe Sekunde hinter den Ferraris und somit die sechstbeste im Feld, in der letzten Runde fuhr: "Das zeigt, dass wir mit den Reifen schonender umgehen als zuvor, dass wir sie wirklich nutzen können. Das ist sehr positiv und erklärt zum Teil, warum unsere Rennpace jetzt viel besser ist", erklärte der Honda-Pilot.

Umstrukturierung der Aerodynamikabteilung

Parallel dazu wird hinter den Kulissen die Aerodynamikabteilung radikal umstrukturiert: Mehrere neue Ingenieure wurden bereits von der Konkurrenz abgeworben, vor allem Loïc Bigois als neuer Aerodynamikchef von Williams. Fry versucht aber auch immer noch, Ross Brawn als Chefstrategen zu verpflichten, wenngleich ihm klar ist, dass der langjährige Ferrari-Mitarbeiter wohl eher als Teamchef nach Maranello zurückkehren wird.

Dass es aber auch mit dem aktuellen Personal vorangeht, ist für Fry keine Überraschung: "Als wir realisierten, dass unser Auto nicht gut genug ist, mussten wir in sehr kurzer Zeit viel ändern. Wir gingen ein paar Risiken ein, von denen wir dachten, dass sie sich lohnen würden, gingen aber nicht sehr wissenschaftlich vor. Jetzt sind wir auf Augenhöhe mit dem Feld und können uns hoffentlich systematisch weiterentwickeln", kündigte der 51-Jährige abschließend an.