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Briatore versteht FIA-Entscheidung nicht
Der Renault-Teamchef steht auf Ferraris Seite: Der Italiener kann nicht nachvollziehen, warum McLaren-Mercedes straffrei ausging
(Motorsport-Total.com) - Nach und nach melden sich weitere Größen der Formel 1 in Bezug auf die FIA-Entscheidung vom Donnerstag zu Wort. In Paris stellte der FIA-Weltmotorsportrat fest, dass McLaren-Mercedes im Besitz von zum Teil geheimen Informationen von Ferrari war. Da ihnen aber nicht nachgewiesen werden konnte, diese Informationen zu ihrem Vorteil verwendet zu haben, gab es keine Bestrafung.
Für Renault-Teamchef Flavio Briatore ist diese Entscheidung kaum nachzuvollziehen. "Ich verstehe nicht, was da passiert ist", erklärte er der 'Gazzetta dello Sport'. "Man ruft den Weltmotorsportrat doch nur zusammen, wenn man einen Beweis hat. Hat man keinen Beweis, dann umgeht man solch ein Meeting doch."

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"Wenn die FIA zugibt, dass McLaren im Besitz von Ferrari-Material war, warum gibt es dann keine Strafe?", fragte er. "In den vergangenen Wochen haben wir alle lesen können, was passiert ist, und diese Geschichte schadet auch der Formel 1. Wenn jemand einen Vorteil aus dem Besitz des Materials zog, dann wäre es nur fair, Konsequenzen zu ziehen."
Briatore, der kein großer Freund von McLaren-Teamchef Ron Dennis ist, kann die Reaktionen aus seiner italienischen Heimat nachvollziehen. "Ich habe mit Jean Todt (Ferrari-Rennleiter; Anm. d. Red.) telefoniert und er klang sehr verbittert", erklärte er. "Ich verstehe auch den Ärger von (Luca) di Montezemolo (Ferrari-Präsident; Anm. d. Red.)."
Luigi Macaluso, der als italienischer Vertreter im WMSC ließ unterdessen durchblicken, dass er "der einzige war, der versuchte zu erklären, dass McLaren schuldig ist", zitiert ihn 'Reuters'. "Für mich sind sie schuldig. Juventus Turin wurde für weniger in die 2. Liga geschickt." Ob die Bestechung von Schiedsrichtern weniger schwer wiegt, sei jedem selbst überlassen.
Auch die McLaren-Mercedes-Seite beginnt sich zu füllen. "Wenn eine Einzelperson außerhalb des eigenen Aufgabenbereiches handelt, dann ist es richtig, dass so ein heimliches Verhalten auch als Einzelfall betrachtet wird", erklärte Ex-Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart im 'Guardian'.









