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Zwei gute Nachrichten für das BMW Sauber F1 Team

10. Juni 2007 - 23:38 Uhr

Nach seinem schweren Unfall kann Robert Kubica das Krankenhaus am Montag unverletzt verlassen - Nick Heidfeld sicherte sich in Montréal den zweiten Platz

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld durfte sich über seinen zweiten Platz freuen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Schreck, Erleichterung und Freude im BMW Sauber F1 Team. Zur Halbzeit des Großen Preises von Kanada kam die erlösende Nachricht, dass Robert Kubica seinen fürchterlichen Unfall in Runde 27 nach ersten Auskünften der Ärzte glimpflich überstanden habe.

So war das Team bei Rennende auch wieder in der Lage, sich über das grandiose Rennergebnis mit Platz zwei für Nick Heidfeld zu freuen. Nach zwei dritten Plätzen im Vorjahr ist dies der dritte Podiumsplatz für die junge Mannschaft, die ihre erst zweite Saison bestreitet. Kubica wurde in einem Krankenhaus in Montréal eingehend untersucht und soll nach Auskunft der Ärzte bereits am Montag entlassen werden.

"Als erstes freue ich mich, dass Robert wohl okay ist!", so Heidfeld. "Wir hatten hier auf einen Podiumsplatz gehofft und auf Platz drei spekuliert, mit Platz zwei hatten wir nicht gerechnet. Wichtig und sehr befriedigend ist, dass ich auch unter normalen Rennbedingungen, ohne die vielen Safety-Car-Phasen und die Strafe für Alonso, die Chance auf Platz zwei gehabt hätte. Ich konnte ihm wegfahren. Nach dem Stopp war die Lücke recht groß, und das war unerwartet."

"Vielen Dank an das Team. Es hat ein sehr gutes Auto entwickelt. Wir wussten an diesem Wochenende erst relativ spät, wie wettbewerbsfähig wir hier sind, weil es anfangs einige Probleme gab, für mich vor allem Samstag. Als ich dann gemerkt habe, wie schnell ich war, habe ich das Team gebeten, mir zu bestätigen, dass ich wirklich so gut im Rennen liege, wie ich dachte."

"Das Rennen war großartig, und der beste Moment war definitiv der Start, als ich Alonso überholt habe und in Hamiltons Windschatten war. Anfangs habe ich mir noch Sorgen wegen Alonso gemacht und nicht nur nach vorn, sondern auch etwas nach hinten geschaut. Später habe ich mich nur noch darauf konzentriert, das Auto auf der Straße zu halten, was nicht ganz einfach war."

"Das war das emotionalste Rennwochenende, das wir mit unserem jungen Team erlebt haben", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Nach diesem ereignisreichen Rennen haben wir doppelt Grund zur Freude: Nach ersten Aussagen der Ärzte hat Robert diesen sehr schweren Unfall glimpflich überstanden."

"Nick hat bereits gestern mit seinem dritten Platz im Qualifying die Grundlage für unseren ersten Podestplatz in dieser Saison gelegt. Er ist heute mit einer sehr starken Vorstellung aus eigener Kraft auf den zweiten Platz gefahren. Gratulation an ihn und an die gesamte Mannschaft. Ich denke, auch Robert wäre heute in die Nähe des Podiums gekommen."

"Das Wichtigste war die erste Nachricht der Ärzte, dass Robert nicht schlimm verletzt sei", so Willy Rampf, Technischer Direktor. "Das ist den hohen Sicherheitsstandards zu verdanken, die die FIA in den vergangenen Jahren eingeführt hat. Robert lag bis zum Unfall gut auf Punktekurs im Rennen, und er kommt hoffentlich schnell wieder in Form, aber dazu kann man jetzt noch nichts sagen."

"Bei Nick hat sich unsere Rennstrategie heute ausgezahlt. Er hat gleich nach dem Start von Alonsos Fehler profitiert und ist dann konstant an Position zwei ein starkes Rennen gefahren. Er hat nie den Kontakt zur Spitze verloren, und das lag nicht nur an den Safety-Car-Phasen. Es war insgesamt ein sehr schwieriges Rennen, und der zweite Platz ist phantastisch für uns."

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