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Weltmeister ohne Glück

11. Juni 2007 - 11:00 Uhr

Weltmeister Alonso musste sich nicht nur in der Qualifikation seinem Teamkollegen geschlagen geben, auch im Rennen lief es für den Spanier nicht rund

Fernando Alonso
Der Sonntag in Montréal war nicht der Tag des Fernando Alonso
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kaum war die Führung in der Weltmeisterschaft zurückerobert, da ist sie schon wieder weg. Für Fernando Alonso lief der Große Preis von Kanada alles andere als wunschgemäß.

Das fing schon in der Qualifikation an, als der amtierende Weltmeister auf Pole-Position-Kurs liegend einen Fahrfehler beging und sich mit dem zweiten Rang hinter Teamkollege Lewis Hamilton zufrieden geben musste.

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Am Start des Rennens wurde der McLaren-Mercedes-Pilot von Nick Heidfeld angegriffen, rutschte ins Grün und musste einige Gegner passieren lassen: "Ich musste das versuchen, denn ich war auf einer sehr ähnlichen Strategie wie Lewis, es war entscheidend, ihn mir hier zu schnappen. Ich kam dabei außen auf den schmutzigen Teil der Strecke, ein Rad blockierte und ich verlor die Kontrolle über das Auto."

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Nach einigen weiteren Ausrutschern ins Grün des 'Circuit Gilles Villeneuve' sah der Spanier das Ziel lediglich als Siebter. In der Schlussphase hatte sich Alonso sogar noch von Takuma Sato im Super Aguri überholen lassen müssen: "Das Safety Car hat heute alles verändert", meinte "Nano".

"Das Rennen lief unglücklich, das Safety Car kam immer zu kritischen Momenten", klagte Alonso nach dem Rennen in die Mikrophone der Medienvertreter. "Es war eine Lotterie und dieses Mal habe ich keine richtige Zahl gezogen. Ich werde aber auch wieder Glück haben."

Während Teamkollege Hamilton auf und davon fuhr, konnte der 25-Jährige nicht mit dem Speed des Briten mithalten: "Ich hatte an meinen Reifen Graining, vor allem gegen Ende des Rennens. Als wir die weicheren Pneus aufzogen, bauten sie sehr schnell ab. Sato kam auf der härteren Mischung daher und hatte zu dieser Phase wesentlich mehr Grip. Einmal mehr war das Glück nicht auf meiner Seite."

Doch schlussendlich kann Fernando Alonso angesichts der Vorkommnisse des Rennens gut mit dem Resultat leben: "Es war ein hartes Rennen, aber ich ziehe es vor, in meiner Position zu sein als in jener von Kubica. Ich habe den Unfall im Fernsehen gesehen, es sah dramatisch aus. Wichtig ist, dass er nach dem Schock in Ordnung ist. Nach so etwas machst du ungern weiter."

Im Rennen verlor Alonso zusätzlich Plätze, weil er während der Safety-Car-Phase zu einem Zeitpunkt an die Box ging, als diese gesperrt war. Die Rennleitung bestrafte dies mit einer Stop-and-Go-Strafe: "Ich musste an die Box, denn ich wäre sonst ohne Benzin dagestanden. Es war besser, an die Box zu gehen, als draußen zu bleiben. Also habe ich es getan."

Nach der Niederlage von Kanada blickt Alonso optimistisch nach vorn: "Ich bin in der WM-Wertung Zweiter und ich habe ein Auto, mit dem ich Rennen gewinnen kann. Es gibt noch elf Rennen und ich fühle mich im Hinblick auf die Meisterschaft sehr zuversichtlich. Lewis ist nun am besten aufgestellt und die anderen müssen aufholen, aber der Titel wird weiterhin unter vier Fahrern ausgemacht."

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