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Warum ein Kubica-Start unrealistisch ist

13. Juni 2007 - 09:50 Uhr

Angesichts des heftigen Einschlags in die Betonmauer ist es in den Augen der Experten unwahrscheinlich, dass Kubica in Indianapolis fahren kann

Robert Kubica
Auch wenn sich Kubica fit fühlt, könnte ein zweiter Crash fatale Folgen haben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als Robert Kubica sich am Montag nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus kurz den Medien stellte, da konnte man dem Pole anmerken, dass er nach dem Crash noch etwas mitgenommen ist, auch wenn er selbst sagte, dass er keine Schmerzen hat und beim USA-Grand-Prix wieder in sein Auto einsteigen möchte. Aber welche andere Aussage hätte man von einem Rennfahrer schon erwarten können?

Dass der 22-Jährige beim Rennen in Indianapolis an den Start gehen kann, das halten die meisten Experten für sehr unwahrscheinlich, selbst wenn sich der Pole 100-prozentig fit fühlen sollte. Die leichte Gehirnerschütterung ist ein Warnzeichen für die Ärzte und könnte ein Grund sein, warum Kubica nur fünf Tage nach seinem Unfall nicht wieder an das Steuer seines BMW Sauber F1.07 steigen darf.

Dem Rennfahrer droht im Falle eines weiteren Unfalls das so genannte Second Impact Syndrome (Zweit-Schlag-Syndrom): "Im schlimmsten Fall kann das Hirn anschwellen und der starke Druck zum Tode führen. Ich halte es für äußerst riskant, gleich wieder zu fahren", so Sportarzt Prof. Dr. Bernd Kabelka, Sportarzt aus Hamburg gegenüber der 'Bild'-Zeitung.

Immer wieder müssen Sportler - nicht nur in der Formel 1 - pausieren, weil eine zweite schwere Erschütterung des Gehirns fatale Folgen haben könnte. "Bei so einem Crash bekommen Körper und Kopf immer was ab. Wenn du dann kurz darauf einen weiteren Unfall hast, kann es gefährlich werden", so Ex-Formel-1-Chefarzt Prof. Dr. Sid Watkins.

Die Entscheidung für oder gegen einen Einsatz Kubicas liegt in den Händen der FIA-Ärzte. Sie werden anhand eines Tests und einem Abgleich mit den Daten von vor der Saison feststellen, ob Kubica einsatzbereit ist. Bis Donnerstag um 16 Uhr Ortszeit muss das Team seine Fahrer bei der Rennleitung melden.

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