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Vorsichtige Zurückhaltung in Indien

20. Juni 2007 - 11:43 Uhr

Knapp 100 Millionen Euro Investitionskosten müsste Indien für ein Formel-1-Rennen aufbringen - noch ist nicht klar, woher dieses Geld kommen soll

Delhi Indien
Ein Stadtrennen in Delhi hätte gewiss auch besondere Reize
© Joachim Holz/Fotolia

(Motorsport-Total.com) - Das Indische Olympische Komitee plauderte aus, was alle bereits vermutet haben. Der erste Indien-Grand-Prix der Formel 1 steht vor der Tür, 2009 soll es soweit sein. Doch in Indien selbst regiert weiter die Zurückhaltung. Zwar freute man sich über die Absichtserklärung von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, doch gleichzeitig kamen einige Fragen auf.

So ist bis heute nicht klar, wo in zwei Jahren gefahren werden soll. Ein Stadtrennen in Delhi ist das wahrscheinlichste Szenario, aber weithin nicht das einzig mögliche. "Es ist eine Sache des Stolzes einer Nation und ein großer Schritt, um Indien als große Sportnation zu etablieren", so IOA-Präsident Suresh Kalmadi.

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Dabei ergeben sich gerade finanzielle Probleme, denn Indien rückt 2009 auch ohne die Formel 1 in das sportliche Rampenlicht. Die 'Commonwealth Games' werden in Indien stattfinden. Da diese Großveranstaltung viel Geld verschlingt, dürfte es für die Formel 1 derzeit nur wenig Reserven geben.

Von knapp 100 Millionen Euro geht der IOA aus, um ein Formel-1-Rennen bühnenreif vorzubereiten, ganz zu schweigen von der Zeit, die eine Vorbereitung verschlingt. Immerhin verbleiben nur noch knapp zwei Jahre bis zum geplanten Debüt. "Ich weiß nicht, warum das IOA so etwas macht", erklärte Suhel Seth, der in Delhi die Streckenvariante mit aussuchte. "Sie sollten sich lieber auf die 'Commonwealth Games' konzentrieren, als diese gewaltige Aufgabe anzunehmen."

Kalmadi aber glaubt, dass Indien das Projekt stemmen kann. "Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht in der Lage sein sollten, bis 2009 eine Infrastruktur für die Formel 1 zu schaffen", erklärte er. Vijay Mallya, Eigentümer der Fluglinie 'Kingfisher', die bereits als Sponsor des Toyota-Teams in der Formel 1 aktiv ist, stimmte zu. "Wenn das IOA bereit ist, Geld zu investieren, dann sollte es keine Probleme geben."

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