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Toyota wegen Aufhängungsproblemen in Verzug

08. Juni 2007 - 23:16 Uhr

Bei Jarno Trulli brach am ersten Tag in Montréal gleich zweimal die Radaufhängung - Grand-Prix-Start aber angeblich nicht gefährdet

Jarno Trulli
Die Radaufhängung war heute die Achillesferse des Toyota TF107
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem starken Abschneiden im ersten Freien Training, als Ralf Schumacher (8.) und Jarno Trulli (12.) endlich einmal halbwegs vorne mitmischen konnten, schöpfte man bei Toyota schon Mut, doch immer dann, wenn sich bei den Japanern etwas Positives tut, kommt die nächste Blamage ganz bestimmt. So auch heute.

Als bei Trulli in der Nachmittagssession zum ersten Mal die Radaufhängung rechts vorne kollabierte, dachte man noch an ein einmaliges Problem - schließlich hätte es gut und gerne sein können, dass der Italiener irgendwo eine Mauer leicht berührt hat und davon nicht einmal etwas wusste. Doch als dann nach einer langen Reparaturpause der gleiche Defekt noch einmal auftrat, musste diese Theorie schnell wieder verworfen werden.

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Fahrer hoffen endlich auf mehr Glück

"Mein Tag war verkürzt, weil wir früh in der zweiten Session ein Problem mit der rechten Vorderradaufhängung hatten", erklärte Trulli. "Wir verpassten den Großteil des Nachmittags und es passierte dann noch einmal, als ich am Ende wieder rausging. Das ist Pech und wir werden die Sache heute Nacht untersuchen."

"Dadurch konnte ich auch wenig am Setup arbeiten, denn ich hatte Probleme mit dem Heck und mit dem Verschleiß der hinteren Reifen. Da müssen wir noch aufholen", seufzte er. "Dennoch geben wir nach zwei punktelosen Rennen alles, um zurückzukommen. Ich habe einen neuen Helm, der meinem Freund Danilo de Luca gewidmet ist, dem Sieger des Giro d'Italia. Ich hoffe, dass mir der Glück bringt."

Schumacher analysierte ganz nüchtern: "Wegen der Probleme war das ein schwieriger Nachmittag für uns. Als bei Jarno zum ersten Mal die Radaufhängung brach, gingen wir beide aus Sicherheitsgründen für 45 Minuten nicht mehr auf die Strecke. Am Ende der Session durfte ich wieder fahren, aber dann passierte es noch einmal und ich wurde wieder an die Box geholt. Das Auto fühlte sich in der ersten Hälfte der Session nicht so schlecht an, aber wir konnten unser wahres Potenzial nicht aufdecken. In letzter Zeit haben wir einfach eine frustrierende Pechsträhne, aber wir hoffen hier auf ein besseres Wochenende. Ich freue mich morgen auf einen hoffentlich guten Tag."

Toyota nun mit den Daten im Rückstand

Chefingenieur Dieter Gass schlug in eine ähnliche Kerbe: "Durch die Probleme wurde unser Tag überschattet, denn nun fehlen uns viele Informationen, die wir sammeln wollten. Am Morgen lief es ganz gut, aber die Strecke war natürlich in einem besseren Zustand, als am Nachmittag schon etwas Gummiabrieb lag. Jetzt müssen wir uns hinsetzen und den morgigen Fahrplan ändern, um noch das Beste aus diesem Wochenende zu machen", so der Deutsche.

Die Radaufhängungsbrüche "hängen eindeutig mit dieser Strecke zusammen", fuhr Gass fort: "Wir haben eine Strebe vorne als Problembereich identifiziert. Wir haben keine Änderungsmöglichkeit dieser Teile hier, denn sie wurden getestet und werden schon die gesamte Saison verwendet. Also müssen wir uns das anschauen und verstehen, was passiert ist. Vorsichtshalber ließen wir auch Ralf nicht mehr fahren", sagte er.