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Toyota: Punkte wären genug

11. Juni 2007 - 16:47 Uhr

Nachdem es auch in Kanada nicht wunschgemäß lief, wollen Jarno Trulli und Ralf Schumacher in Indianapolis einfach nur ein paar weitere Punkte

Jarno Trulli
Jarno Trulli hofft auf die bissher gezeigte Stärke von Toyota in Indianapolis
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Freudenstimmung kommt im Toyota-Team vor der anstehenden kurzen Reise von Montréal nach Indianapolis nicht auf. Die Leistungen in diesem Jahr waren bisher desaströs, auch in Kanada waren Jarno Trulli und Ralf Schumacher wieder weit von jenen Rängen entfernt, die man sich als Ziel für das Jahr 2007 gesetzt hatte. In Indianapolis wäre man folglich auch mit einigen Punkten sehr zufrieden.

"Da Indianapolis die Heimat des US-amerikanischen Motorsports ist, sind der Ort und auch die Atmosphäre sehr speziell", so Ralf Schumacher, der an den 'Brickyard' aber auch einige schlechte Erinnerungen knüpft. "Leider hatte ich auf dieser Strecke nie wirklich Glück und es gab einige Zwischenfälle, die ich lieber vergessen würde. Aber ich möchte diese Erinnerungen mit einem positiven Besuch auf dieser Strecke vergessen machen."

"Die größte Herausforderung auf dem dortigen Formel-1-Kurs ist es, das Setup des Autos in eine Balance zu bringen", weiß Schumacher. "Wir müssen auf der überhöhten Start-Ziel-Geraden vor der ersten Kurve eine gute Geschwindigkeit erreichen, während das Auto im langsamen und engen Bereich aber stabil bleiben muss."

"Die Saison war für mich bisher mühsam, aber ich bin weiterhin zuversichtlich, dass wir unsere Form wieder drehen können", fuhr er fort. "In Montréal konnten wir einen Punkt holen und Toyota war in den Rennen in Indianapolis stark. Wir hoffen, dass wir dem Team mit einem guten Ergebnis am Sonntag einen weiteren Schub geben können."

Jarno Trulli schlug ähnliche Töne an. "Seit ich bei Toyota bin, war unser Auto in Indianapolis immer konkurrenzfähig", erklärte er. "2005 holte ich die Pole Position im Vorjahr wurde ich Vierter, auch wenn ich nur aus der Boxengasse startete. Es finden dort mit die wichtigsten Rennen der Welt statt, daher ist es ein spezieller Ort. Man kann richtig sehen, wie die Leute eine Leidenschaft für den Motorsport haben. Ich genieße die Atmosphäre auf der Strecke und in der Stadt."

"Die Formel-1-Strecke ist technisch nicht besonders spektakulär, wir werden hart an unserem mechanischen Grip arbeiten, damit wir für die Geschwindigkeit auf der Geraden Abtrieb opfern können", fuhr er fort. "Wir haben bisher eine schwierige Saison und der Kanada-Grand-Prix war ein schwieriges Rennen für mich. Nun hoffen wir auf ein besseres Wochenende."

"Indianapolis beschreibt man am besten als zwei Kurse in einem", so der Technische Direktor Pascal Vasselon. "Ein Teil des Kurses wird vom Oval gebildet, hier fährt man 23 Sekunden lang Vollgas. Der Rest der Strecke ist das enge Infield. Das führt natürlich zu großen Kompromissen beim Setup des Autos. Bei den Berechnungen sieht man, dass man ähnliche Rundenzeiten erreichen kann - egal wie viel Abtrieb man hat. Fährt man mit viel Abtrieb, hilft das im langsamen Bereich, aber man ist auf der Geraden langsam. Mit wenig Abtrieb ist es genau umgekehrt."

"Im Rennen möchte man natürlich auf der Geraden schnell sein, um andere zu überholen oder seine Position zu verteidigen, also fährt man mit wenig Abtrieb", erklärte der Franzose weiter. "Für den Verschleiß der Hinterreifen ist es einer der härtesten Kurse im Jahr, vor allem wegen der Beschleunigung aus dem Infield hinaus auf den überhöhten Bereich."

Die in Kanada erlebten Probleme der brechenden Vorderradaufhängungen sollen in Indianapolis nicht wieder vorkommen. "Wir sind wegen dieser Probleme nicht besorgt, dass sie wieder auftreten werden", so Vasselon. "Wir möchten in Indianapolis einfach wieder in die Punkte kommen, um mit positiven Nachrichten wieder aus Nordamerika abreisen zu können."

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