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Sutil: "Der Wagen soll wirklich ganz anders ausschauen"

06. Juni 2007 - 13:21 Uhr

Der Spyker-Pilot über sein neues Leben als Formel-1-Pilot, das Stallduell gegen Christijan Albers und das neue Auto, das in Istanbul Premiere feiern soll

Adrian Sutil
Adrian Sutil will spätestens 2009 ins Mittelfeld aufsteigen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als Rennfahrer kann man noch so erfahren sein, die Formel 1 ist eine eigene Welt. Aus diesem Grund hat auch Adrian Sutil während seiner ersten fünf Grands Prix eine Menge gelernt. Auch wenn er nun bereits "eine gewisse Routine" verspürt, wird der Spyker-Fahrer in den kommenden Monaten noch jede Menge dazu lernen.

Dass der 24-Jährige über Speed verfügt und damit seinen Platz in der Formel 1 verdient hat, konnte der Deutsche bereits unter Beweis stellen. Zuletzt vor allem eindrucksvoll im Freien Training in Monte Carlo, als er am Samstagmorgen auf regennasser Strecke Bestzeit fuhr. Einzig die Crash-Bilanz ist etwas zu "gut", denn auch in Monaco strandete Sutil vorzeitig nach einer Berührung mit der Leitplanke.

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"Jeder Tag" ist verplant, wie der Rennfahrer in einem Interview mit der 'Motorsport aktuell' erklärt. Soll heißen, er hat kaum mehr Zeit für sich selbst oder für seine Freunde. Neben der Tatsache, im schlechtesten Auto des Felds zu sitzen ist dieser Umstand ein weiterer Nachteil eines kleinen Rennstalls: "In einem kleinen Team werden wir nicht so abgeschottet, wie es bei großen Teams der Fall ist."

Hinter den Kulissen arbeiten die Holländer an Verbesserungen, um das Team nach vorn zu bringen. Dazu braucht man in erster Linie noch ein größeres Budget. Immerhin reicht das Geld, um beim Großen Preis der Türkei ein neues Chassis vom Stapel laufen zu lassen: "Dabei handelt es sich nicht um eine B-Version", verrät Sutil. "Der Wagen soll wirklich ganz anders ausschauen."

Derzeit diagnostiziert Sutil 2,5 Sekunden Rückstand pro Runde auf das schnellste Auto. Früher wäre man damit im Mittelfeld gefahren, in diesem Jahr ist das Mittelfeld enger zusammengerückt und der Spitze näher gekommen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass das Super Aguri F1 Team mit dem letztjährigen Honda fährt und die Scuderia Toro Rosso mit dem gleichen Auto wie Red Bull Racing: "In diesem Jahr sind uns die Gegner sozusagen weggestorben", so Sutil, der "kein Fan" der Kundenautos ist, da sie die Formel 1 "kaputt machen" würden.

Wenn man keine Chance hat, aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren, dann kann es Sutil nur zum Ziel haben, den eigenen Teamkollegen zu schlagen. Und Christijan Albers hat er trotz seiner mehr als 35 Grands Prix Vorteil locker im Griff: "Ich fühle mich auf jeder Strecke rasch zu Hause", erklärt Sutil. "Das ist eine meiner Stärken. Ich setze mich ins Auto und kann auf Anhieb schnell fahren. Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung."

Es war "von Anfang an das Ziel" gewesen, Albers zu schlagen. "Nur so kann ich mich empfehlen". Dass es gleich so gut läuft, hatte der Formel-1-Neuling jedoch nicht erwartet. Eine solche Empfehlung ist auch dringend notwendig, denn Adrian Sutil will "nicht länger als zwei Jahre um die letzten Plätze fahren. Dann müsste man den Aufstieg ins Mittelfeld schaffen."

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