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Schumacher: Wenigstens nicht wieder im Krankenhaus

21. Juni 2007 - 14:23 Uhr

Der Toyota-Pilot im Teaminterview über sein glückloses kurzes Rennen in Indianapolis, die Fortschritte mit dem Auto und seine neue Errungenschaft

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher hofft, dass er in Frankreich wieder in die Punkte fahren kann
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Es scheint so, als wäre Indianapolis einmal mehr nicht besonders nett zu dir gewesen..."
Schumacher: "Es ist mit Sicherheit keine mir Glück bringende Strecke. Zumindest besuchte ich diesmal meine Freunde unter den Krankenschwestern im Krankenhaus nicht! Ich dachte wirklich, dass ich ein ordentliches Rennen haben kann. Das Qualifying war nicht perfekt, aber es war nicht komplett schlecht. Ich hatte für das Rennen eine freie Strategie und war ganz optimistisch."

"Es ist in Indy ein ziemlich langer Weg bis zur ersten Kurve und der Kurs ist breit, es ist dort also immer viel los. Wir fuhren zu zweit oder zu dritt nebeneinander, und als ich in die erste Kurve fuhr, blockierten meine Räder etwas. David Coulthard fuhr außen an mir vorbei und wir krachten ineinander. Leider war dies das Ende meines Rennens."

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Frage: "Du warst mit dem Qualifying also zufriedener?"
Schumacher: "Ja. Generell lagen Jarno und ich ziemlich auf Augenhöhe und ich hatte definitiv ebenfalls das Potenzial, Punkte zu holen. Meine Zeit im ersten Qualifying-Teil war stark und brachte mich auf den siebten Rang, aber im zweiten Qualifying-Teil entschied ich mich zusammen mit meinem Team, den Frontflügel zu verstellen und ich hatte im Infield dann etwas Übersteuern. Ich verlor dort ein paar Zehntelsekunden und verpasste den Sprung in den dritten Qualifying-Teil um weniger als eine Zehntelsekunde."

Frage: "Hast du den TF107 auf den weichen und mittleren Reifen besser empfunden als auf den weichen und super-weichen Optionen, die in Monaco und Montréal zur Verfügung standen?"
Schumacher: "Ich denke nicht, dass unsere Leistung wirklich von den Reifen abhängt, das ist eher eine Frage der Strecke, wie gut die Reifen zum Kurs passen. In Montréal war das gut und in Indy ordentlich, aber wir hatten immer noch sehr wenig Grip. Aber das Problem ist für alle dasselbe."

Frage: "Fühlst du dich generell im Auto wohler?"
Schumacher: "Es scheint Stück für Stück besser zu werden. Ich passe mich an das Auto an und wir haben bald eine weitere Entwicklung, es sieht also vielversprechender aus."

Frage: "Hattest du die Möglichkeit, zwischen den Rennen etwas von Nordamerika zu sehen?"
Schumacher: "Nicht wirklich, was schade war, denn ich mag diese Region. Michael kam nach Kanada und wir hatten die Möglichkeit, mit ein paar Freunden zu Abend zu essen, aber ich kam am Montagabend in Montréal mit dem Team an und hatte damit nur den Dienstag, da der Mittwoch ein Marketing-Tag war. Ich ging nur etwas Shoppen, trainierte ein wenig und das war es dann. Ich war auch beim Bridgestone-Wohltätigkeits-Golf-Turnier, und auch wenn ich nicht daran teilnahm, genoss ich die Möglichkeit, ein paar Bälle zu schlagen."

Frage: "Aber du hast in den USA einen ansehnlichen Kauf getätigt?"
Schumacher: "Ja, mein neues Motorhome, das ein amerikanisches ist. Ich habe diesen Prozess schon Ende vergangenen Jahres begonnen. In Bezug auf die Qualität sind die amerikanischen Wohnwagen nicht perfekt, aber sie sind die größten und sind in Bezug auf den Preis wegen des Dollars konkurrenzfähig, deswegen bin ich hin und habe mir einen gekauft."

Frage: "Ziehst du Wohnwagen Hotels vor?"
Schumacher: "Ich mag den Komfort. Es ist Teil der amerikanischen Kultur und viele Formel-1-Fahrer nutzen sie ebenfalls. Man kann generell irgendwo an der Strecke im Fahrerlager parken, wo wir testen gehen."

"Das erspart einem die Belästigung, hin und zurück gehen zu müssen, und man hat immer eine familiäre Umgebung mit den eigenen Dingen um sich herum. Ich habe den Luxus als Fahrer ebenfalls, das ist praktisch. Und ich kann ihn auch für das Kartfahren mit meinem Sohn verwenden, was gut sein wird. Ich kann kein Hotelzimmer mit mir herumschleppen!"

Frage: "Was sind deine Ziele für den Rest der Saison?"
Schumacher: "Das Auto weiterhin mit dem Team zu entwickeln, indem ich ihnen beim Testen und auch bei den Rennen Input gebe und uns so weit wie möglich an die Spitze heranzuarbeiten."

"Das Monaco-Rennen und die beiden Nordamerika-Strecken sind in Bezug auf die Anforderungen an das Auto ziemlich speziell und im Vergleich zu vielen anderen Strecken, auf die wir gehen, nicht typisch. Wir haben diese Woche einen dreitägigen Test in Silverstone und dann werden wir die Europa-Saison in Magny-Cours am 1. Juli wieder aufnehmen."

"Unser Ziel wird es sein, auf die Autos vor uns aufzuholen. Wir waren zuvor in der Saison mit dem konventionelleren Aerodynamik-Paket näher am BMW Sauber F1 Team dran gewesen und haben für den Frankreich-Grand-Prix Verbesserungen geplant. Das Ziel ist es immer, beide Autos in die Punkte zu bekommen. Jarno ist Sechster geworden und hat in Indy drei Punkte geholt, das möchte ich in Frankreich ebenfalls tun."

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