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Schottet McLaren-Mercedes seine Fahrer noch mehr ab?

07. Juni 2007 - 10:18 Uhr

Nach der Negativ-Presse im Anschluss an den Monaco-Grand-Prix könnte McLaren-Mercedes seine Fahrer noch dosierter zu den Medien sprechen lassen

Fernando Alonso
Fernando Alonso spricht zu genau festgelegten Zeiten mit den Medien
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Je größer ein Formel-1-Team, desto schlechter kommt man als Journalist in der Regel an die Fahrer ran. Die McLaren-Mercedes-Piloten gehören zu jenen Fahrern, die von ihrem Team gut abgeschirmt werden, vor allem Formel-1-Neuling Lewis Hamilton soll sich nach Ansicht des Teams lieber auf seinen Job als auf die Medien konzentrieren.

Nach dem vergangenen Rennen in Monte Carlo schimpfte die britische Presse über die Stallorder, die das Team ausgesprochen haben soll und damit Lewis Hamilton um eine Siegchance beraubt habe. Wie die spanische Tageszeitung 'Dario As' berichtet, will das Team angesichts des Drucks aus den Medien seine Fahrer noch besser schützen. Die Printmedien können nur am Freitag und Samstag ein Mal mit den beiden Stars sprechen.

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In Monte Carlo hatten sich bereits einige Kollegen darüber aufgeregt, dass Lewis Hamilton schon nach seinem Crash am Donnerstag wie ein Baum schwieg. Von einem Maulkorb will Teamchef Ron Dennis aber nichts wissen: "Wir sind nicht gegen die Medien und wir versuchen nicht, ihn vor den Medien zu schützen", wird der Brite zitiert.

"Wir versuchen ihm die Möglichkeit zu geben, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren", fährt Dennis fort. "Seht dies nicht als ungeschickte McLaren-Entscheidung an. Es ist keine. Das ist etwas, das er möchte und das gilt auch für Fernando."

Dass McLaren-Mercedes die Fahrer nur zu bestimmten Zeiten mit den Medien sprechen lässt, soll wohl unglückliche Antworten vermeiden, nach denen die Journalisten natürlich lechzen. Gerade kurz nach Zwischenfällen lassen sich Fahrer zu Aussagen hinreißen, die sie ein paar Minuten später vielleicht schon nicht mehr von sich gegeben hätten.

Deshalb ist es in den Augen vieler Teams besser, wenn ihre Fahrer zu festgelegten Zeiten mit den Medien sprechen und vorher noch einmal Anweisungen erhalten. Diese These untermauert Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gegenüber der 'Bild': "In der Formel 1 ist es oft besser, seine ersten Emotionen zurückzuhalten. Natürlich war Lewis direkt nach dem Rennen zunächst enttäuscht. Aber ich habe mit ihm und seinem Vater die Situation geklärt."