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Rosberg enttäuscht, freut sich aber mit Wurz

10. Juni 2007 - 23:12 Uhr

Nico Rosberg fuhr heute ein starkes Rennen, wurde dennoch nur Zehnter - und konnte sich trotz allem über das Podium seines Teamkollegen freuen

Nico Rosberg und Jarno Trulli
Bei einer Attacke gegen Jarno Trulli landete Nico Rosberg in der Wiese
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Dass die nach außen dargestellte Harmonie bei Williams nicht nur Show ist, bewies Nico Rosberg heute in Kanada. Anstatt sich groß zu ärgern, weil Alexander Wurz und nicht er auf dem Podium landete, freute er sich mit seinem Teamkollegen: "Ich muss sagen, ich freue mich schon, denn es ist super, so viele Punkte für das Team mitzunehmen!"

Dabei hatte alles so gut begonnen: Der Deutsche erwischte einen guten Start, zog an Kimi Räikkönen vorbei und kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück. Später schloss er sogar zu Fernando Alonso auf, der seinerseits Probleme mit dem Handling hatte - und erst durch das Pech mit dem Boxenstopp, der illegalerweise zu Beginn der ersten Safety-Car-Phase absolviert wurde, fiel er zurück.

Viel Pech im chaotischen Rennverlauf

"Natürlich bin ich von meiner Seite aus schon enttäuscht", seufzte der 21-Jährige, "denn ich lag am Anfang sehr gut und dachte: Jetzt geht wirklich was! Dann hatten wir echt Pech: Ich war auf dem Weg in die Box, aber in dem Moment kam das Safety-Car - und dann hieß das natürlich mit dem neuen Reglement, dass die Boxengasse zu ist."

"Ich war dann natürlich ganz hinten, weil ich nur drei Runden Zeit hatte, nach dem Safety-Car die Stop-and-Go-Strafe abzusitzen. Dann hat das Team gesagt, ich soll alles geben, weil es sonst sowieso nix wird. Also habe ich volles Risiko genommen - und mich gedreht. Das Getriebe ist auch noch hängen geblieben, bis ich wieder loskam. Nun ja", fügte Rosberg an.

Performance am Wochenende sehr gut

Grundsätzlich zeigte er sich aber ermutigt, denn nach dem starken Qualifying konnte er auch im Rennen mit den Schnellsten gut mithalten: "Es lief echt gut an diesem Wochenende. Am Anfang die Pace mitzugehen, war echt super. Der Ferrari wurde im Rückspiegel immer kleiner. Das hatte ich überhaupt noch nie! Das war okay. Hoffentlich klappt es in Indy vom Resultat her besser."

Und dann war da noch der Unfall seines alten Kartkumpels Robert Kubica, von dem er aber gar nicht allzu viel mitbekam: "Ich versuche, da gar nicht hinzugucken. Natürlich habe ich gedacht: Hoffentlich ist das gut gegangen! Aber ansonsten versuche ich, mich auf das Rennen zu konzentrieren", erklärte der Williams-Pilot abschließend.

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