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Räikkönen: "Sogar Lewis wird mal Probleme haben"

13. Juni 2007 - 20:29 Uhr

Der Ferrari-Pilot spricht über sein Rennen in Montréal, in dem der Finne gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen hatte, und blickt auf Indianapolis

Kimi Räikkönen
Für Kimi Räikkönen hätte es in Montréal auch noch schlechtere laufen können...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen erlebte in Montréal ein Rennen zum Vergessen, auch wenn er am Ende als Fünfter wenigstens ein paar Punkte mitnehmen konnte: "Einmal mehr war es für uns ein sehr schwieriges Rennen", so der Finne, der schon zwei Wochen zuvor in Monte Carlo ein Wochenende hatte, an das man sich nur ungern zurückerinnert.

"Wir haben wegen all der Probleme, die wir hatten, nicht das Ergebnis geholt, das wir erwartet hatten", so der Ferrari-Pilot. "Schlussendlich muss man sagen, dass der fünfte Platz im Ziel gar nicht so übel war. Es hätte da draußen viel schlimmer laufen können!"

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"Das ganze Wochenende war wirklich schwierig", so der Rennfahrer aus Espoo weiter. "Wir hatten nicht wie erhofft ein konkurrenzfähiges Paket. Wir versuchen nun wie immer alles, um es für Indianapolis zu verbessern. Mit Sicherheit werden wir alles geben!"

"Das Rennen war mit all den Safety-Car-Phasen hektisch. Am Start berührte ich den Heckflügel von Felipes Auto das Handling meines Autos war nie 100-prozentig. Nach Kubicas Unfall blieben Trümmerteile von seinem BMW in meinem Frontflügel hängen und ich verlor eine Menge aerodynamischen Abtrieb und das Auto war in den Kurven wirklich schwierig zu fahren."

Die Probleme gingen für den 27-Jährigen unvermindert weiter: "Ich verlor praktisch meine Bremsen, an meinem bestimmten Punkt verlor ich sogar eine Position an Sato. Die letzte Phase des Rennens war sehr schwierig, denn ich wusste nicht, wann die Bremsen funktionieren und wann nicht."

So gesehen ist Räikkönen froh, immerhin ein paar Punkte geholt zu haben: "Da auch Fernando und Felipe ein paar Probleme hatten, schaffte ich es, den Rückstand auf sie zu verringern. Klar, nun liege ich 21 Punkte hinter Hamilton, aber ich bin mir sicher, dass sogar er schwierige Momente haben wird."

Räikkönen ist sich bewusst, dass er sich momentan in keiner einfacher Situation befindet: "Die vergangenen drei Rennen sind nicht so gelaufen, wie ich das erwartet hatte. Wir geben unser Bestes, um auf das Niveau der ersten drei Rennen zurückzukommen. Ich möchte wirklich gewinnen, denn das würde uns sehr helfen."

Am Mittwochnachmittag kam Räikkönen in Indianapolis an: "Ich war ein paar Tage in Montréal und habe etwas Eishockey gespielt. Das Beste an Kanada war für mich am Wochenende das Treffen mit den Kindern der Coronation School, das von Bridgestone organisiert hat. Es war wirklich schön, all ihre Fragen zu beantworten und ich habe es wirklich genossen, mit ihnen zu sprechen."

"Wenig genussvoll war es gewesen, nach dem Rennen mit den Journalisten zu sprechen", verrät Räikkönen. "Es ist schwierig zu sagen, was wir vom Rennen in Indy erwarten. Ich genieße den Kurs und es war für Ferrari immer eine gute Strecke gewesen."

"Es gibt eine sehr lange Gerade, wo man einen guten Speed haben muss, aber gleichzeitig ist das Infield sehr eng und es gibt ein paar Kurven, wo man den niedrigsten Gang wählen muss. Zum Glück ist man in der Lage, am Ende der Geraden zu überholen."

Abschließend äußerte sich Kimi Räikkönen zu seinem Kollegen Robert Kubica, der in Montréal einen schweren Unfall hatte: "Wir waren wirklich erleichtert zu sehen, dass er nicht verletzt ist. Dies zeigt den hohen Sicherheitsstandard eines modernen Formel-1-Autos. Ich hoffe wirklich, dass er in Indy fahren kann."