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Kovalainen: "Konzentriere mich nur auf Kanada"

04. Juni 2007 - 12:14 Uhr

Heikki Kovalainen denkt mich mehr an Monaco, sondern nur noch an Kanada - Bremsen sind dort eines der entscheidendsten Themen

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen hofft, dass es in Kanada besser laufen wird als in Monaco
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Heikki, in Monaco lief für dich nicht alles nach Plan..."
Heikki Kovalainen: "Wie ich es bereits unmittelbar nach dem Rennen gesagt habe: Dem Wochenende in Monte Carlo konnte ich wirklich nicht viel abgewinnen. Bereits Donnerstag hatte ich keine Chance, eine gute Zeit zu erzielen - und es wurde noch schlimmer. Die Enttäuschung darüber wurde noch verstärkt, weil ich weiß, wie hart das Team gearbeitet hatte, um Giancarlo (Fisichella; Anm. d. Red.) und mir ein schnelleres und konstanteres Auto zur Verfügung zu stellen. Aber das Wochenende liegt jetzt hinter mir. Ich konzentriere mich nur auf den Grand Prix von Kanada - und darauf, meine Performance zu verbessern."

Frage: "Du bist noch nie auf dem Circuit Gilles Villeneuve gefahren. Wie bereitest du dich auf die Strecke vor?"
Kovalainen: "Bei mir unbekannten Kursen verfahre ich eigentlich immer nach dem gleichen Muster. Ich schaue mir zunächst die Onboardaufnahmen der Rennen aus den Vorjahren an. Dadurch bekomme ich eine Vorstellung davon, wie sich die Strecke aus der Cockpitperspektive präsentiert, wie die Ideallinie verläuft, wo die Bremspunkte sind und welche Kerbs überfahren werden können und welche nicht. Am Donnerstag vor dem Grand Prix gehe ich die Strecke gemeinsam mit meinen Ingenieuren zu Fuß ab. Wir haben dann auch die Daten aus den Vorjahren dabei und besprechen jede einzelne Kurve. Am Freitag wird es dann ernst. In den ersten Trainings kann ich dann überprüfen, ob meine Vorbereitung sich auszahlt. Ich hoffe, dass wird am kommenden Wochenende der Fall sein."

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Frage: "Worauf kommt es in Kanada aus technischer Sicht besonders an?"
Kovalainen: "In Montréal geht es vor allem darum, einen guten Kompromiss zu finden zwischen einer konkurrenzfähigen Höchstgeschwindigkeit - also einem niedrigen Abtriebsniveau - und hoher Stabilität auf der Bremse und in den Schikanen, wofür wir guten Grip benötigen. Es gibt einige ziemlich schnelle Schikanen, die du im dritten oder vierten Gang durchfährst. Daran haben wir während unserer Testfahrten Le Castellet gearbeitet. Die Streckenkonfiguration wies derartige Sektionen auf, sodass wir das Handling des Renault R27 unter diesen Bedingungen ausloten konnten."

Frage: "Die Bremsen werden in Montréal stark beansprucht. Spielt das bei den Vorbereitungen eine besondere Rolle?"
Kovalainen: "Ja, absolut. Wir achten besonders auf eine ausreichende Kühlung der Bremsanlage. Zudem kommt es in Kanada immer wieder vor, dass die Ingenieure die Fahrer bitten, etwas Tempo rauszunehmen und auf ihre Bremsen zu achten. Das ist unter Rennbedingungen meistens einfacher gesagt als getan. Auch diesem Thema haben wir während der Testfahrten besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Wir werden zudem während der ersten Trainingssitzungen verstärkt auf die Bremsen achten, um sicherzugehen, dass wir für den Grand Prix optimal aufgestellt sind."