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Kommentar: Der Tod fährt immer mit
Dank der Sicherheitsvorkehrungen in der Formel 1 ist Robert Kubica im Gegensatz zu Ayrton Senna und Roland Ratzenberger noch am Leben
(Motorsport-Total.com/sid) - Die Bilder aus Montréal waren schrecklich. Robert Kubica hing hilflos in seinem Formel-1-Trümmerhaufen. Aufprall mit Tempo 280. Wie kann ein Mensch das bloß überleben? Bis auf einen gewaltigen Brummschädel und ein paar Schrammen war der BMW Sauber F1 Team Pilot okay. Das grenzt an ein Wunder.
Natürlich hat sich in Sachen Sicherheit seit dem schwarzen Imola-Wochenende 1994, als Ayrton Senna und Roland Ratzenberger starben, viel getan. Das HANS-System, das Kopf und Nacken schützt, hätte vermutlich Ratzenberger das Leben gerettet. Das kannte man damals allerdings noch nicht. Der Österreicher erlitt bei einem Aufprall mit 330 km/h einen Genickbruch.

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HANS war Kubicas Schutzengel. Selbst das Kohlefaser-Monocoque hielt der brutalen Wucht des Aufpralls nicht mehr stand. Das Auto wurde in 1.000 Teile zerrissen, vorne ragten sogar die Füße des Polen aus dem Wrack. Kubica war nur noch Spielball der Kräfte.
Doch bei aller Sicherheit ist noch immer das Glück der einzige Faktor, der über Leben und Tod des Rennfahrers entscheidet. Nur ein um wenige Zentimeter versetzter Aufprallwinkel - und jede Hilfe könnte zu spät kommen. Das dürfen junge Rennfahrer nie vergessen. Niemand sollte sich angesichts der längsten Phase ohne tödlichen Unfall in der Formel 1 unsterblich fühlen und deshalb übermütig werden. Der Tod fährt immer mit.
Ayrton Senna, vielleicht bester Rennfahrer aller Zeiten, hätte den Mauercrash am 1. Mai 1994 eigentlich überleben müssen. Doch an dem Williams brach die Lenkstange und ein Teil der Radaufhängung bohrte sich durch den Schädel des Brasilianers, an jener Stelle, an der das Visier runtergeklappt war. Es fehlte damals also nicht an Sicherheit, Senna hatte einfach nicht das Glück, das Kubica am Sonntag in Montréal schützend zur Seite stand.









