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Indianapolis-Vertragsverlängerung: Vorerst keine Einigung

16. Juni 2007 - 22:54 Uhr

Nach Telefon-Gesprächen will man in Indianapolis dieses Wochenende einen neuen Vertrag unterzeichnen, ein erstes Gespräch blieb jedoch ohne Ergebnis

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone ist bekannt, dass er gut und gerne pokert
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Vorfeld des Großen Preises der USA hatte man in Indianapolis erklärt, dass man bitteschön einen neuen langfristigen Vertrag haben möchte und nicht wieder nur einen Einjahres-Vertrag. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone konterte mit der Aussage, dass die Formel 1 nicht unbedingt in den USA starten müsse.

Angesichts solcher Spannungen war es nicht verwunderlich, dass das erste Treffen zwischen Streckenbesitzer Tony George und dem Briten ohne eine Einigung zu Ende ging: "Mal schauen was passiert. Ich wollte an diesem Wochenende eine Entscheidung treffen. Aber momentan schaut es nicht so aus", erklärte George gegenüber 'auto, motor und sport'.

Der Amerikaner hat bei der Verhandlung schlechte Karten. Die Zuschauerzahlen an der Strecke sind rückläufig, Ecclestone soll nach dem Michelin-Debakel vor zwei Jahren Sonderkonditionen (angeblich "nur" zehn Millionen Dollar, also 7,5 Millionen Euro) gewährt haben, dürfte nun aber wieder deutlich mehr für die Austragungsrechte verlangen. Eine Verdreifachung der Gebühren ist durchaus denkbar.

Dem Briten liegen andere Angebote aus den USA vor - angeblich aus Las Vegas und New York. Und er hat so viele potenzielle neue Grands Prix, dass er wieder etwas Platz im Kalender finden muss.

Experten gehen davon aus, dass Ecclestone eine Vertragsverlängerung mit Indianapolis trotz seiner Äußerungen nur dann platzen lässt, wenn er eine US-Alternative in der Hinterhand hat. Denn die Automobilhersteller wollen ein Rennen in dem für sie so wichtigen US-Markt nicht missen.

Demzufolge ist es auch nicht überraschend, dass George, Geschäftsführer Joie Chitwood und Ecclestone an einer Verlängerung des Vertrags arbeiten: "Tony hat bei diesen Treffen gegenüber Bernie betont, dass wir mit dem Event weitermachen wollen, und wir glauben, dass er das auch will", so Chitwood.

"Nach acht Jahren US-Grand-Prix-Erfahrung wissen sowohl Tony als auch Bernie, was die Herausforderungen sind. Sie schauen nach Wegen, um eine langfristige Vereinbarung zu erzielen."

"Wir erwarten, dass wir spätestens bis zum 12. Juli eine Bekanntgabe machen werden. Wenn wir 2008 einen US-Grand-Prix austragen werden, dann wissen wir, dass wir die Bekanntgabe machen und wir mit der Arbeit am Event in der zweiten Juli-Woche beginnen müssen."

Mit dem Indy 500 und dem NASCAR Allstate 400 ist der 'Indianapolis Motor Speedway' Ausrichter großer Motorsport-Events, da darf die Formel 1 nicht fehlen: "Wir müssen mit der Formel-1-Gemeinde nur weiter daran arbeiten und das richtige Geschäftsmodell finden, um den Event für alle Beteiligten erfolgreich zu gestalten. Das ist unser Ziel."

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