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Ferrari und der nordamerikanische Markt

14. Juni 2007 - 12:32 Uhr

Für Ferrari ist der USA-GP nicht nur aus sportlicher Sicht ein sehr erfolgreiches Pflaster, der Markt hat auch eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Italiener

Ferrari-Fans
In den USA hat Ferrari viele treue (Formel-1-)Fans
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei Ferrari ist man froh, dass es nach dem enttäuschenden Kanada-Grand-Prix schon an diesem Wochenende mit dem Rennen in Indianapolis in die nächste Runde geht.

An das Rennen in den USA hat man gute Erinnerungen, holte man doch hier im vergangenen Jahr mit Michael Schumacher und Felipe Massa einen Doppelsieg. Überhaupt liegt der amerikanische Kurs den "Roten" - siebenmal war die Formel 1 hier zu Gast, sechsmal überquerte ein Auto der Scuderia die Ziellinie als erstes.

Blickt man noch weiter zurück, kann man sich ebenfalls über US-Amerikanische Erfolge freuen, denn Phil Hill holte seinen Titel 1961 an Bord eines Ferrari. Einziger weiterer US-Bürger, der in der Formel 1 den Titel einfuhr ist Mario Andretti. Heute ist Nordamerika in Bezug auf die Absatzzahlen für die Italiener der wichtigste Markt, das Rennen hat dementsprechend für den Sportwagenbauer Maranello einen hohen Stellenwert.

"Für uns ist der US-Grand-Prix Teil der Tradition, auf der Ferrari basiert", so Maurizio Parlato, Präsident und Geschäftsführer von Ferrari Nordamerika. "Ferraris DNA baut Rennfahrzeuge, mit denen wir Rennen bestreiten. Wir bauen Straßenfahrzeuge, um die Rennaktivitäten zu unterstützen - ganz im Gegenteil zu allen anderen Herstellern, die mit dabei sind."

"Der Event in Indianapolis ist aus diesem Grund für die US-Fans sehr wichtig, die Fans können Ferrari aus der Nähe und persönlich sehen. Unser Kundenstamm verfolgt die Formel 1 sehr genau und für sie ist es sehr wichtig, dass es ein Rennen in den Staaten gibt. Viele unserer Kunden kommen zu diesem Event und er ist auch für unsere Händler von Bedeutung, von denen wir 32 in den USA haben."

Seit vielen Jahren ist Nordamerika für Ferrari der wichtigste Markt, zwischen Amerika und Ferrari gibt es eine lange Beziehung. 2004 feierte Ferrari 50 Jahre Geschäftstätigkeit in den USA und in vielerlei Hinsicht wäre Ferrari ohne seine Kunden aus Amerika nicht das, was es heute ist. Viele Bezeichnungen der Ferrari-Sportwagen stammen aus den USA, zum Beispiel der Daytona oder der California Spyder.

In den vergangenen 14 Jahren sind die Verkaufszahlen in den USA gestiegen, von 5.671 Autos weltweit wurden im vergangenen Jahr 1.635 in den USA und Kanada verkauft - ein neuer Rekord. Aus diesem Grund sind beide nordamerikanischen Rennen wichtig, wie Parlato betont und baut dabei vor allem auf seine Stammkunden: "In Nordamerika sind die Kunden des springenden Pferds sehr loyal. Der typische Kunde hat mehr als fünf Autos und mehr als zwei Drittel aller Käufer sind Wiederholungskäufer."

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