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Erneut Morddrohungen im Fall "Spielberg neu"

24. Juni 2007 - 10:19 Uhr

Die Gegner des Projekts "Spielberg neu" haben erneut Morddrohungen erhalten, die Staatsanwaltschaft und Polizei ermittelt

A1-Ring
Anfang Juli wird über die Zukunft von Spielberg erneut verhandelt
© Manfred Noger

(Motorsport-Total.com) - Gegner des Projekts "Spielberg neu" haben erneut Morddrohungen erhalten. Vor den Verhandlungen um die Zukunft der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke in Österreich erhielten die Gegner des Red Bull-Projekts rund um Karl Arbesser per anonymer Briefe Morddrohungen.

"Wir geben den Verhinderern des Projekts die allerletzte Frist, ihre Einsprüche bis 2. Juli zurückzuziehen - wenn nicht, hat Eure letzte Stunde geschlagen", heißt es laut 'sportnet.at' in einem der Briefe. Bürger haben mit Initiative "Pro Projekt Spielberg" rund 13.000 Stimmen für das Projekt und damit gegen Arbesser gesammelt.

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Bereits im Mai hatte der 53-jährige Familienvater Drohbriefe erhalten, nachdem er das erste Projekt im Jahr 2004 zum Scheitern gebracht hatte und nun das gleiche mit dem zweiten Vorhaben tun möchte. Für seine Gleichgesinnten sind die Drohungen neu und sie seien dementsprechend "sehr beunruhigt": "Es ist ja kein Spaß, wenn man drinnen liest: Man wird ausgerottet und erschossen".

Längst wurde Anzeige erstattet und die Staatsanwaltschaft Leoben nimmt die Drohungen ebenso ernst wie die Polizei, die bereits Spuren ausgemacht hat und den Tätern auf der Spur ist. Arbesser selbst beteuert, grundsätzlich nichts gegen den Neuaufbau der Rennstrecke zu haben, fordert aber von den Befürwortern Kompromissbereitschaft.

So ist er zum Beispiel gegen den geplanten Wiederaufbau einer Motocross-Strecke und eine Offroad-Strecke: "Kurz gesagt lautet das Fazit wie damals: Zu laut, zu schmutzig", so Arbesser gegenüber dem Magazin 'DATUM'. Gestrichen wurden im Vergleich zum 2003 lancierten ersten Projekt die Rennsportakademie, ein Hotel und die Austragung von 24-Stunden- und Langstreckenrennen.

26 Sachverstände werden am 4. und 5. Juli in Spielberg Fragen bei der mündlichen Verhandlung im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung beantworten. "Die vorgebrachten Themen müssen die gleichen sein wie zur Zeit des Edikts, als die Einwände schriftlich formuliert wurden", erklärt der Leiter der zuständlichen Abteilung des Landes, Alfred Langer, gegenüber der 'Kleinen Zeitung'.

Neben den Parteien, Gemeinden, Umweltanwältin Ute Pöllinger und den Unterzeichnern von sieben Einwendungen haben von der Initiative "Pro Spielberg" 400 Mitglieder eine Stellungnahme unterzeichnet und werden dementsprechend bei der Verhandlung erwartet - eine logistische Herausforderung für die Gemeinde.

Im Sommer soll es einen erstinstanzlichen Bescheid geben, gegen den innerhalb von vier Wochen Einspruch eingelegt werden kann. Als Berufungsinstanz könnte der Bundesumweltsenat eingeschaltet werden, der Ende 2004 das erste Projekt zum Kippen gebracht hatte und es erforderlich machte, das Projekt von Null an neu aufzurollen.

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