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Ecclestone: Regierung sollte Silverstone Geld geben

01. Juni 2007 - 11:36 Uhr

Der Formel-1-Boss macht erneut unmissverständlich klar, dass die Rennstrecke von Silverstone ohne Renovierung keinen neuen Vertrag erhalten wird

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone ist es Leid, über Silverstones Zukunft zu sprechen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fackelt nicht lang, wenn ihm ein Formel-1-Grand-Prix nicht mehr gefällt. In den vergangenen Jahren wurde der Große Preis von Belgien gleich zwei Mal zum Pausieren verdonnert, in diesem Jahr schweigen in Imola die Formel-1-Motoren, ab dem kommenden Jahr beim "Großen Preis im Nirgendwo", dem Rennen in Magny-Cours.

Tradition hin oder her - der Große Preis von Großbritannien steht seit Jahren unter dem Beschuss des Briten. Der 76-Jährige fordert umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen, um die in die Tage gekommende Anlage wieder auf ein internationale vergleichbares Top-Niveau zu bringen. Doch hierzu fehlt dem Streckenbesitzer, dem 'British Racing Drivers' Club' (BRDC), das notwendige Geld.

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Ecclestone, der viel lieber ein Stadtrennen in London veranstalten würde, dafür aber keine Genehmigung erhält, fordert nun die Regierung auf, den Veranstaltern finanziell unter die Arme zu greifen und gibt zu, dass eine Vertragsverlängerung nach dem Ablaufen der aktuellen Vereinbarung im Jahr 2009 unwahrscheinlich ist. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, so werde er einen Grand Prix mit einem anderen Land unterschreiben, droht Ecclestone.

"Die Regierung könnte und sollte etwas tun, um dabei behilflich zu sein, sicher zu stellen, dass der 'BRDC' seinen Formel-1-Event nicht verliert", wird Ecclestone vom 'Daily Express' zitiert. "Wir sollten die Heimat des Motorsports sein und dennoch haben es alle anderen Länder rund um die Welt geschafft, Strecken zu bauen, auf die sie stolz sein können, wenn man sie im Fernsehen sieht. Großbritannien hat das nicht und das ist nicht mein Fehler."

Der Formel-1-Chef argumentiert, dass die Regierung viel Geld investiert, um die Olympischen Spiele ins Land zu holen, weil man davon ausgeht, dass dadurch zusätzliches Geld in das Land fließt: "Vielleicht können sie davon etwas Silverstone ausleihen, das zurückgezahlt wird, wenn die neue Strecke viel Geld einbringt."

Bernie Ecclestone erklärt, dass er "die Nase voll hat", über Silverstone zu sprechen. In anderen Ländern unterschreibe er Verträge und es werde gebaut. In Silverstone habe man sich auf dem Fünf-Jahre-Vertrag ausgeruht: "Sie wissen, was gewollt wird, aber sie haben nicht mehr viel Zeit. Ich höre weiterhin über Phase x und Phase y, aber ich sehe nicht, dass dort schon etwas gebaut wurde."