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Coulthard verteidigt McLaren-Mercedes

02. Juni 2007 - 09:26 Uhr

David Coulthard stärkt dem McLaren-Mercedes-Team in puncto Lewis Hamilton den Rücken und relativiert die Diskussion um den Nichtangriffspakt

David Coulthard
David Coulthard zeigt Verständnis für seinen ehemaligen Arbeitgeber
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während halb Großbritannien trotz des FIA-Freispruchs für McLaren-Mercedes weiterhin wettert, dass Youngster Lewis Hamilton in Monaco seinen ersten Grand Prix gewinnen hätte können, stärkt Routinier David Coulthard seinem früheren Arbeitgeber in dieser Diskussion den Rücken.

Der Schotte war 1998 in Australien das Opfer der wahrscheinlich berühmtesten Silberpfeil-Stallorder aller Zeiten, als er vom Team hinter Mika Häkkinen zurückgepfiffen wurde, nachdem dieser einmal zu oft an die Box gerufen wurde. Trotzdem findet er nicht, dass sich Teamchef Ron Dennis in Monaco falsch verhalten hat - und er fordert von den kritischen britischen Medien mehr Verständnis für den umstrittenen Nichtangriffspakt.

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Coulthard fordert Gnade für die Silberpfeile

"Die britischen Medien hatten das Gefühl, dass Lewis ungerecht behandelt wurde", schrieb Coulthard in seiner 'ITV'-Kolumne. "Ich sage aber zu ihnen: Seid nicht zu streng mit McLaren, denn sie haben Lewis überhaupt erst die Chance gegeben. Sie haben den Medien in diesem Jahr einen potenziellen britischen Weltmeister beschert. Das darf man nicht so umdrehen, dass McLaren auf einmal das böse Rennteam ist, das den netten britischen Fahrer aufs Kreuz legt."

"Wenn die Medien Lewis die Chance geben wollen, als Grand-Prix-Fahrer zu wachsen - und so toll er heute ist, so wird er in einem Jahr oder auch in drei Jahren noch viel besser sein -, dann schlage ich vor, dass sie nichts tun sollten, was seine Beziehung zum Team gefährdet, denn wenn er in einem Spyker sitzen würde, würde er auch im Nirgendwo herumgondeln", gab der 36-jährige Routinier zu Protokoll.

Hätte Hamilton eigentlich gewonnen?

Stattdessen betonte er, McLaren-Mercedes habe Applaus dafür verdient, im Interesse des Teams auch mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen und zu diesen auch noch offen zu stehen. Außerdem sei ja gar nicht gesagt, dass Hamilton tatsächlich gewonnen hätte, wenn der Nichtangriffspakt nichtig gewesen wäre, schließlich ist das Überholen eines Konkurrenten in Monaco fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Und zu Stallregie generell sagte er: "Man kann sich einreden, dass es das nicht gibt, aber in Wahrheit gehört das zu einem Grand-Prix-Team dazu. Von dem Moment an, an dem man an einem motorisierten Sport mit zwei Fahrern im gleichen Team teilnimmt, muss man akzeptieren, dass es bestimmte Situationen geben kann, in denen es Anweisungen oder Entscheidungen gibt, von denen nur einer der beiden Fahrer profitiert", so Coulthard.

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