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Briatore: "In der Formel 1 zahlst du den Preis dafür"

29. Juni 2007 - 18:57 Uhr

Der Renault-Teamchef über die Probleme zum Saisonstart, die Fortschritte mit dem R27 und die nach unten korrigierten Ziele für die Konstrukteursmeisterschaft

Flavio Briatore
Briatore weiß, was es heißt, in der Formel 1 nicht schnell genug zu entwickeln
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Warst du von den Testfahrten in Silverstone in der vergangenen Woche ermutigt?"
Flavio Briatore: "Ich weiß es nicht. Testen ist testen. Es ist eine größere Ermutigung, wenn man nach dem Rennen auf dem Podium steht. Ich denke nicht, dass es einen großen Unterschied ausmacht, wenn man im Test schnell ist."

Frage: "Und wie ist es nach dem heutigen Tag?"
Briatore: "An Freitagen haben alle unterschiedliche Strategien. Wir sind ganz glücklich. Wenn man sich die Zeiten anschaut, nicht, aber wir hatten wirklich etwas Benzin an Bord und sind aus diesem Grund ganz glücklich. Wir haben uns im Vergleich zum Beginn der Saison etwas aufgerappelt."

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Frage: "Es wurde gesagt, dass du besonders mit den Leistungen von Heikki Kovalainen rund um die Zeit um Monaco nicht besonders glücklich warst. Bist du seitdem, nach den zwei Nordamerika-Rennen, glücklicher?"
Briatore: "Unser Problem ist nicht Heikki, unser Problem ist das Auto. Wir sind spät dran und wir sind nicht glücklich, weil wir dieses Jahr keinen ordentlichen Job erledigt haben. Dies ist unser Problem."

"Wir haben das 2006er-Auto aus offensichtlichen Gründen bis zum Ende entwickelt und nun hinken wir hinterher. In diesem Jahr haben wir die normale Arbeit geleistet, die Renault normalerweise leistet, und nun..."

"Wenn du in diesem Job einen Fehler machst, dann bezahlst du dafür und nun zahlen wir den Preis. Wir rappeln uns auf, das steht fest, und ich hoffe, dass wir hier konkurrenzfähig sind. Konkurrenzfähig heißt, hinter Ferrari und McLaren. Unser Kampf findet gegen BMW statt. Das ist das, was wir im Moment tun."

"Wir versuchen nun, bei jedem Rennen etwas Neues zu haben, endlich passiert etwas in der Fabrik und wir glauben, dass wir vielleicht nach Silverstone in guter Form sein werden. Aber wirklich, das ist der normale Prozess. Wenn du mit diesen Teilen spät dran bist, dann ist es sehr schwierig aufzuholen, denn alle sind so gut und jeder verbessert sich."

Frage: "Was ist das Ziel in der Meisterschaft?"
Briatore: "Das Ziel in der Meisterschaft ist ziemlich einfach, denke ich. Es ist sehr schwierig zu erreichen aber leicht zu sagen: Wir wollen in der Konstrukteursmeisterschaft Dritter werden. Wir träumen nicht: McLaren und Ferrari sind in diesem Jahr stärker als wir, und wir müssen sicherstellen, dass wir unter die ersten Drei kommen."

Frage: "Ist es wichtig, in Frankreich zu fahren? Falls ja, wirst du Bernie Ecclestone das sagen, damit wir den Grand Prix für das kommende Jahr retten können?"
Briatore: "Frankreich ist eines der wichtigsten Länder in Europa und für Renault ist es wichtig, ein Rennen in Frankreich zu haben. Uns ist es in Bezug auf die Logistik egal, ob es in Magny-Cours oder in Paris stattfindet, aber ich bin mir sicher, dass es für Renault wichtig ist."

"Ich denke, dass es für alle wichtig ist, denn Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und England sind die fünf Länder in Europa, die für die Geschichte der Formel 1 wichtig sind. Vielleicht nicht in Magny-Cours, aber wir hoffen, dass wir einen Grand Prix in Frankreich, vielleicht an einem besseren Ort austragen können."

Frage: "Du kennst ja Fernando Alonso gut - was denkst du über seine Leistung?"
Briatore: "Ich bin es nicht, mit dem du über Fernando sprechen möchtest. Da musst du Ron Dennis fragen. Ich bin mir sicher, dass Ron alles weiß. Ron ist der Kerl, der über alles alles weiß. Also frage bitte Ron."