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Bourdais: Formel 1 entweder 2008 oder gar nicht mehr

26. Juni 2007 - 11:24 Uhr

Sébastien Bourdais gibt sich keinerlei falschen Illusionen hin: Entweder klappt ein Wechsel in die Formel 1 zur nächsten Saison - oder überhaupt nicht mehr

Sébastien Bourdais
Sébastien Bourdais konnte den Toro Rosso schon zweimal testen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Vertrag mit seinem Newman/Haas/Lanigan-Team läuft Ende des Jahres aus und Sébastien Bourdais macht sich natürlich intensive Gedanken über seine weitere Zukunft im Motorsport. Drei ChampCar-Titel hat er bereits gewonnen und trotz eines Ausfalles in Cleveland befindet er sich auf dem besten Weg, seine vierte US-Meisterschaft einzufahren.

Doch was kommt danach? Es ist anzunehmen, dass sein Newman/Haas-Team äußerst froh darüber wäre, wenn der Franzose auch weiterhin dort fahren würde, denn das wäre angesichts seiner Überlegenheit gleichbedeutend mit einer permanenten Chance auf den ChampCar-Titel.

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Und Bourdais wäre ein Narr, wenn er diese Möglichkeit von vorne herein ausschließen würde. Was er natürlich nicht macht, denn "zur Zeit habe ich drei Möglichkeiten", erklärte er am Wochenende gegenüber 'Cleveland.com'. "Bei den ChampCars zu bleiben, vielleicht in die Formel 1 zu gehen, oder vielleicht in die NASCAR zu wechseln."

Wohin geht die Reise 2008?

Sébastien Bourdais
Wäre ein Verbleib bei den ChampCars noch eine Herausforderung?
© ChampCar

Ein Neuanfang bei den StockCars wäre für Bourdais eine echte Herausforderung, denn er hat großen Respekt vor der NASCAR: "Es hat über 40 Autos, über 30 Rennen und 15 Fahrer sind jede Woche in der Lage, ein Rennen zu gewinnen. Für mich erscheint es als das Härteste überhaupt, ein solches Rennen zu gewinnen und das ist es, was es so attraktiv macht", sagt er und weiß genau, dass an den NASCAR-Honigtöpfen auch ganz andere Summen verdient werden.

Aber auch in Sachen Formel 1 weiß Bourdais genau, was er zu erreichen in der Lage ist. "Ich weiß, was ich kann", meint er. "Ich bin schon so lange dabei, ich weiß, dass ich in einem guten Auto und unter guten Vorraussetzungen meinen Job gut erledigen kann. Es geht nur darum, die richtige Gelegenheit zu bekommen" und vielleicht hat er darüber auch schon intensiv mit Toro-Rosso-Chef Gerhard Berger gesprochen.

Seit Dezember 2006 ist der Franzose übrigens glücklicher Familienvater und seine Frau Claire hätte nichts dagegen in Florida zu bleiben: "Er ist sehr glücklich hier", sagt sie über ihren Ehemann. "Natürlich ist die Formel 1 schon seit langer Zeit sein Traum und es wäre sicher nicht einfach, das aufzugeben. Aber ich glaube nicht, dass er es wirklich bedauern würde, wenn es nicht klappen sollte."

Für Bourdais selbst ist es vor allem ein Spiel gegen die Uhr: "Wenn es passieren sollte, dann sollte es ziemlich bald passieren", macht er deutlich. "Man kommt nicht mehr in die Formel 1, wenn man über 30 Jahre alt ist. Ich bin jetzt 28 und von daher ist es ziemlich klar, dass es entweder nächstes Jahr klappt, oder wahrscheinlich gar nicht mehr."