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Auch Timo Glock war "schockiert"

13. Juni 2007 - 10:54 Uhr

Als Robert Kubica in Montréal mit voller Wucht in die Betonmauer krachte, stockte auch BMW Sauber F1 Team Testfahrer Timo Glock der Atem

Timo Glock
Timo Glock konnte sich den Horror-Crash nur einmal anschauen
© xpb.cc

(MST/Speed-Academy.de) - Die Formel 1 hielt den Atem an. In den ersten Minuten nach dem Horrorcrash von Robert Kubica in Runde 27 beim Großen Preis von Kanada herrschten Fassungslosigkeit und Angst um den Gesundheitszustand des polnischen BMW Sauber F1 Team Piloten. Auch Timo Glock machte sich zunächst ernsthaft Sorgen - bis die Entwarnung kam, dass es dem Polen gut gehe.

Glock verfolgte das Rennen als Experte der Berichterstatter-Crew von Premiere. Der 25-jährige Odenwälder schaute das Rennen in der Hospitality des BMW Sauber F1 Teams an, weil er erst nach dem Rennen wieder zum Einsatz kommen sollte - um für 'Premiere' das Geschehen rückblickend zu analysieren. "Ich habe mir den Unfall nur ein einziges Mal angeguckt", berichtet er. "Nach den ersten Bildern stand ich auf und lief planlos in der Hospitality hin und her - nur, um irgendwo anders hinzuschauen."

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Als Testfahrer für das BMW Sauber F1 Team verfügt Glock über eine andere Perspektive als der normale Betrachter. "Ich war schockiert", gesteht er, "denn das war ein Unfall, wie ich in einer solchen Brutalität schon ewig nicht mehr gesehen habe. Im ersten Moment fürchtete ich: Der steigt da nicht gesund aus."

Das tat Kubica auch nicht. Er wurde ins Krankenhaus Sacré Couers gebracht - allerdings schon am Montag wieder entlassen, weil er nur einen verstauchten Knöchel und eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen hatte. "Ich war echt erleichtert, als ich hörte, dass er so glimpflich davon gekommen ist", strahlte Glock.

"Aber bei einem solchen Unfall realisierst du, dass - egal wie sicher die Autos sind - immer was Blödes passieren kann. Man denkt darüber nach, dass man sich gerade mit einem Formel 1-Auto in Geschwindigkeits-Bereiche begibt, in denen der Körper einen Einschlag unter Umständen nicht mehr verkraften kann. Es gibt im Körper vielleicht Gefäße, die solche Kräfte irgendwann nicht mehr aushalten. Solche Gedanken kommen einem unweigerlich, wenn man sich mit dem Unfallhergang auseinandersetzt."

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