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Anderson wundert sich über Alonsos Auftritt

13. Juni 2007 - 21:18 Uhr

Während Lewis Hamilton abgebrüht von einem zum nächsten Erfolg rast, machte der amtierende Weltmeister am Wochenende viele Fehler, was Anderson erstaunt

Fernando Alonso und Lewis Hamilton
Gleich am Start rutschte Fernando Alonso von der Ideallinie
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Große Preis von Kanada hatte es in vielerlei Hinsicht in sich - dieser Meinung ist auch Gary Anderson, als ehemaliger Technischer Direktor der Formel 1 immer noch sehr verbunden: "Nach diesem weiteren exzellenten Wochenende ist Lewis näher am WM-Titel dran", so der Ire gegenüber 'Setanta'. "Er hat im Schnitt acht Punkte pro Rennen geholt - das ist eine sehr konstante Fahrt."

In den Augen des Ingenieurs ist es sehr wahrscheinlich, dass der 22-jährige Formel-1-Neuling schon in seiner ersten Saison den WM-Titel holt: "Wenn man bedenkt, dass Alonso im vergangenen Jahr Michael Schumacher in einem Auto geschlagen hat, das nicht so gut war wie Michaels, dann zeigt dies die Stärke, über die Alonso verfügt, und Hamilton hat etwas an ihm gerüttelt."

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Verwundert ist Anderson über die vielen Fehler, die Alonso im Qualifying und im Rennen gemacht hat: "Es ist egal, wer du bist, du darfst das nicht tun. Alonso ist der erfahrene Fahrer und dennoch ist er derjenige, der die Fehler macht."

Sicher ist sich der Experte mittlerweile, dass McLaren-Mercedes das beste Auto im Feld hat und nicht mehr Ferrari, so wie das zum Saisonbeginn noch der Fall war: "Um ehrlich zu sein, ich hatte gedacht, dass es in Kanada enger zugeht. Ferrari muss in sich gehen, sich am Kopf kratzen und entscheiden, was ihre Entwicklungs-Strategie ist. Sie müssen jetzt mit Lösungen ankommen."

Erstaunt ist der ehemalige Jordan-Mitarbeiter über die Fortschritte, die die "Chrompfeile" über den Winter machen konnten: "Sie haben bisher eine 100-prozentige Zuverlässigkeit und das ist etwas, das sie jahrelang nicht hatten. Ferrari hat darunter etwas gelitten. Hinzu kommt, dass sich Kimi Räikkönen im Auto nicht so wohl fühlt wie Felipe Massa. Das Team muss deshalb in eine etwas andere Richtung entwickeln und das verwirrt das Team, vor allem, da man eine neue Leitung hat."

Erfreut war Anderson über die Tatsache, dass sich Robert Kubica bei seinem schweren Unfall nicht verletzt hat: "Ich würde allen, die in der Technischen Arbeitsgruppe und der FIA involviert waren, die Autos zu entwickeln, in denen Kubica einen Unfall wie diesen haben und davon kommen kann, auf die Schulter klopfen. Sie sollten stolz auf sich selbst sein. Hoffentlich kann aus diesem Unfall gelernt werden, denn man braucht solche Unfälle, um einen weiteren Schritt nach vorn zu machen."

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