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Drittes Freies Training: Alonso vor Vettel

16. Juni 2007 - 17:03 Uhr

Fernando Alonso fuhr im dritten Training in den USA die dritte Bestzeit, die eigentliche Sensation war aber Sebastian Vettel - Ferrari mit Rückstand

Fernando Alonso
Fernando Alonso gilt nach den Freien Trainings als Favorit auf die Pole Position
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ein bisschen mehr Zuschauer als gestern am Indianapolis Motor Speedway, ein paar Grad mehr, nämlich gut 30 - und etwas bessere Unterhaltung: So lautete das Fazit nach dem dritten Freien Training zum Grand Prix der USA. Am Ende der 60 letzten Trainingsminuten vor dem Qualifying gab es nämlich die eine oder andere Überraschung.

Die positivste Erscheinung war sicherlich Kubica-Ersatz Sebastian Vettel (27 Runden), der wieder fehlerfrei unterwegs war und mit den weichen Reifen kurz vor Ende der Session eine Zeit von 1:12.321 Minuten fuhr, womit er zunächst in Führung ging. Zwar wurde der BMW Sauber F1 Team Pilot von Fernando Alonso (McLaren-Mercedes/12 Runden), der seine dritte Bestzeit en suite fuhr, noch um 0,171 Sekunden verdrängt, dennoch kann er mit seiner Leistung sehr zufrieden sein.

Alle waren auf weichen Reifen

Aufgewertet wird die Vettel-Zeit dadurch, dass nicht nur er, sondern alle Topstars am Ende auf den weicheren Bridgestone-Reifen unterwegs waren. Dabei zeigten einige der Routiniers Nerven: Felipe Massa (+ 0,559/17 Runden) warf in der elften Kurve eine mögliche Bestzeit weg, nachdem er zuvor schon einmal mit zwei Rädern in der Wiese gewesen war, wurde damit nur Siebenter, und auch Alexander Wurz (19./Williams-Toyota/+ 1,476/18 Runden) schaffte keine Steigerung mehr.

Grundsätzlich erhärtete sich der Eindruck, dass McLaren-Mercedes an diesem Wochenende den Ton angibt, denn neben Alonso fuhr auch Lewis Hamilton (3./+ 0,228/14 Runden) wieder eine Topzeit. Stark - und fast auf Ferrari-Niveau - präsentierten sich aber auch die Renaults: Heikki Kovalainen (+ 0,424/21 Runden) belegte sensationell den vierten Platz, Giancarlo Fisichella (+ 0,560/20 Runden) wurde Achter.

Die Ferraris hatten 0,542 (Kimi Räikkönen/6./16 Runden) beziehungsweise 0,559 (Massa) Sekunden Rückstand und zählen damit nach aktuellem Stand nicht zum Favoritenkreis auf die Pole Position, weil man nicht den Eindruck hatte, dass sie ihre Karten noch zurückhielten. Zwar war Massa am Ende schnell unterwegs, doch für ganz vorne hätte es wohl nicht gereicht. Auch von den Topspeeds her waren die Roten nicht im Spitzenfeld zu finden.

Red Bulls auf den Geraden am schnellsten

Mark Webber
Mark Webber war auf den Geraden der schnellste von allen Piloten
© xpb.cc

Am schnellsten war auf den Geraden Mark Webber (14./Red-Bull-Renault/+ 1,139/14 Runden) mit 333 km/h unterwegs, gefolgt von seinem Teamkollegen David Coulthard (9./0,790/17 Runden), der auf 332 km/h kam. Generell war die Red-Bull-Familie im Oval flotter als der Rest des Feldes, dafür fehlte es dem RB3 und dem STR2 im kurvenreichen Infield an Downforce - für das Rennen sollte dies jedoch kein Problem darstellen.

Drittbester Deutscher war heute Morgen Nico Rosberg (10./Williams-Toyota/+ 0,881/18 Runden), der mitten im eng beisammen liegenden Mittelfeld landete - zwischen Platz vier (Kovalainen) und 19 (Wurz) betrug der Abstand nur eine Sekunde. Ralf Schumacher (12./Toyota/+ 0,911/23 Runden) erlebte ebenfalls eine positive Session, war allerdings wieder knapp langsamer als sein Teamkollege Jarno Trulli (11./+ 0,907/23 Runden).

Ansonsten gab es keine wesentlichen Überraschungen, sieht man einmal davon ab, dass das Honda-Werksteam gegenüber gestern ein wenig an Pace eingebüßt hat. Für die Szene des Tages sorgte aber Kovalainen: Der Finne rammte bei Start und Ziel mit mehr als 300 km/h eine suizidgefährdete Taube, deren Federn anschließend über die gesamte Streckenbreite verstreut waren - ein schlechtes Omen für das Qualifying?

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