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Williams-Piloten freuen sich aufs "Rennen des Jahres"

21. Mai 2007 - 21:12 Uhr

Nico Rosberg und Alexander Wurz, beide in Monaco wohnhaft, freuen sich auf das Rennen im Fürstentum und rechnen sich gute Chancen aus

Keke und Nico Rosberg
Nico Rosbergs Vater Keke hat in Monaco 1983 auf Williams gewonnen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit seinem sechsten Platz in Barcelona hat Nico Rosberg nicht nur sein bisher bestes Karriereresultat eingefahren, sondern auch drei wichtige Punkte für das Williams-Team, welches in den ersten vier Rennen der Saison trotz eines guten Winters nicht allzu gut ausgesehen hat. Darauf will die Truppe am kommenden Wochenende in Monaco aufbauen.

"Monaco", sagte Rosberg, "ist das Rennen des Jahres. Die sensationell aufregende, aber sehr enge Strecke liegt mitten in der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, also ist es für mich ein besonderes Rennen. All meine Freunde sind dort und die Atmosphäre ist einfach großartig. Was bisher bei diesem tollen Mix für mich gefehlt hat, war ein großartiges Resultat, aber ich hoffe, dass ich das in diesem Jahr ändern kann."

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Stressigstes Wochenende des Jahres

Auch für Wurz ist Monaco ein Heim-Grand-Prix, und zwar ein "sehr cooler": "Es ist einfach unglaublich, ein Formel-1-Auto durch die Straßen von Monaco zu fahren. Die Strecke wird mit jeder Session einmal schneller, und wenn man einmal im Rhythmus ist, ist es unfassbar, wie viel Adrenalin sich zwischen den Leitplanken anstaut. Jede Kurve ist schwierig, da muss man bei wechselnden Streckenbedingungen voll in Form sein. In Sachen Setup ist das Wichtigste, dass der Fahrer Vertrauen ins Auto hat. Das ist eine der Grundzutaten für eine schnelle Runde in Monaco", so der Österreicher.

"Abseits der Rennstrecke ist Monaco das stressigste Wochenende für alle Fahrer - eine Herausforderung für sich", fuhr er fort. "Trotzdem ist es eines meiner Lieblingswochenenden eines jeden Jahres. Das Ergebnis vorherzusagen, ist diesmal so schwierig wie auch sonst immer. Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es ganz eng wird, und das finde ich cool."

Technikchef Sam Michael erinnerte indes an den "produktiven Test" mit dem FW29-Toyota-Paket in Le Castellet, bei dem ein neues Aerodynamikpaket speziell für High-Downforce-Kurse abgesegnet wurde. Wichtig wird aber auch sein, wie gut die Teams mit den superweichen Bridgestone-Reifen klarkommen, die in Monaco erstmals verwendet werden. "Der Grip", erklärte er, "nimmt stark zu, weil gleichzeitig damit, dass Gummi auf den Asphalt kommt, auch Schmutz aus dem Asphalt gezogen wird."

Michael rechnet mit nur einem Boxenstopp

"Monaco ist eine einzigartige Strecke, da muss jeder im Team einen perfekten Job machen, um ein gutes Resultat zu erzielen. Es gibt vieles, was schief gehen kann, angefangen vom Fahrfehler auf der schwierigen Strecke über das Setup bis hin zur Strategie. Überholen ist schwierig, daher kommt es auf ein gutes Qualifying und eine gute Strategie an. Man darf vor allem Einstoppstrategien erwarten", gab Michael zu Protokoll.

Williams kann übrigens auf eine bewegte Monaco-Geschichte zurückblicken: 1980 feierte Carlos Reutemann den ersten Sieg für die Briten, 1983 war Nicos Vater Keke Rosberg siegreich, 2003 Juan-Pablo Montoya. Außerdem schafften es Williams-Fahrer 14 Mal auf das Podium, 13 Mal in die erste Startreihe - und sie sammelten bis heute insgesamt 116,5 WM-Punkte in den Straßen an der Cote d'Azur.