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Wichtigster Grand Prix des Jahres für McLaren-Mercedes

21. Mai 2007 - 12:03 Uhr

In jüngerer Vergangenheit war kein Team in Monaco so erfolgreich wie McLaren-Mercedes - Vorfreude auf das 2007er-Rennen ist entsprechend groß

Fernando Alonso
Die Silberpfeile kommen mit einer großen Portion Zuversicht nach Monaco
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Monaco am nächsten Wochenende, fünfter Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2007, gilt als prestigeträchtigstes Rennen der Formel 1 und gleichzeitig als eines der anspruchsvollsten. Der Grand Prix in den Straßen von Monte Carlo wird in diesem Jahr zum 65. Mal ausgetragen. Mit einer Länge von 3,34 Kilometern ist der Kurs der kürzeste in der Formel 1.

Vor dem Grand Prix in Monaco führt McLaren-Mercedes in der Konstrukteurs-WM mit 58 Punkten und neun Punkten Vorsprung vor Ferrari. Lewis Hamilton und Fernando Alonso, die beim letzten Rennen in Barcelona die Plätze zwei und drei belegten, liegen in der Fahrerwertung auf den Plätzen eins und zwei, Hamilton mit 30 Zählern und Alonso mit 28.

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Alonso will in Monaco unbedingt gewinnen

Fernando Alonso: "Monaco gehört zu den Rennen, bei denen du unbedingt siegen willst. Als ich dort letztes Jahr gewann, war das ein tolles Gefühl, und ich will das in diesem Jahr wiederholen. Bei den letzten beiden Rennen habe ich nicht so gut abgeschnitten wie erwartet, aber ich habe Punkte gesammelt und wir haben das Auto weiter verbessert."

"In Monaco musst du die ganze Zeit mit voller Konzentration am Limit fahren."
Fernando Alonso

"In Monaco musst du die ganze Zeit mit voller Konzentration am Limit fahren. Fehler passieren hier schneller als auf anderen Strecken, denn der Kurs ist schmal und von Leitplanken gesäumt. Deshalb muss man seinen Fahrstil ändern, denn vor den Kurven wird hier nicht so aggressiv gebremst. Andererseits versucht man, so früh wie möglich wieder zu beschleunigen; dafür braucht man eine andere Abstimmung der Vorderachse als sonst. Nur damit findet man die Tausendstelsekunden, die in Monaco entscheidend sind."

Lewis Hamilton: "Ich freue mich sehr auf Monaco. Ich habe schon immer davon geträumt, bei diesem Grand Prix zu starten, besonders nachdem ich hier in den letzten beiden Jahren in der Formel-3-Euroserie und der GP2-Serie gefahren bin. Für mich ist es die schönste Strecke des Jahres, nirgendwo sonst spürst du dein Adrenalin so stark. Da die Strecke so schmal ist und es kaum Auslaufzonen gibt, musst du äußerst präzise fahren; der kleinste Fehler wird sofort bestraft."

"Ich habe hier in der Formel-3-Euroserie wie auch in der GP-Serie gewonnen und ich möchte auch in der Formel 1 um den Sieg kämpfen. Aber ich bleibe Realist - dies ist erst mein fünfter Grand Prix und ich muss immer noch lernen. Das Wichtigste ist, Punkte für die Fahrer- und die Konstrukteurswertung zu sammeln."

Martin Whitmarsh (McLaren-Geschäfatführer): "Es ist für jeden bei McLaren-Mercedes sehr erfreulich, dass wir als Spitzenreiter der Konstrukteurs-WM nach Monaco kommen und dass wir vor dem fünften Rennen der Saison in der Fahrerwertung die ersten beiden Plätze belegen. Damit erfüllen wir die Erwartungen, die wir an uns selbst gestellt haben, wollen uns aber gleichzeitig weiter steigern."

Gute Testfahrten in Le Castellet

"Das Testteam hat vier Tage in Paul Ricard getestet und sich dabei mit Abstimmungsarbeiten und der Auswahl der Bridgestone-Reifenmischungen für die Grand-Prix-Rennen in Monaco und Kanada beschäftigt. Daneben haben wir die Aerodynamik und die Mechanik des MP4-22 weiterentwickelt. Die Testergebnisse waren positiv und wir freuen uns darauf, dies auf der Rennstrecke umzusetzen."

"In Monaco brauchen wir mehr mechanischen Grip als auf den meisten anderen Rennstrecken."
Martin Whitmarsh

"In Monaco brauchen wir mehr mechanischen Grip als auf den meisten anderen Rennstrecken. Andererseits spielt die Aerodynamik hier keine große Rolle. Für eine gute Rundenzeit sind maximaler Abtrieb und eine gut funktionierende Traktionskontrolle entscheidend."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef): "Der Schein trügt: Die kürzeste Strecke mit der niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeit, 150 km/h, der kürzesten Gesamtdistanz, 260 Kilometer, und der langsamsten Kurve, etwa 45 km/h, stellt stets die größte Herausforderung der Formel-1-Saison dar und deshalb gilt der Grand Prix von Monaco zu Recht als wichtigster Grand Prix des Jahres. Das liegt natürlich zunächst an der einmaligen und herausfordernden Streckenführung durch die Straßen der Stadt inklusive Tunneldurchfahrt mit am Ende über 280 km/h. Aber auch die Tradition des Rennens, der Glamour und die weltweite Beachtung machen diesen Grand Prix einmalig."

"2007 erlebt der Monaco-Grand-Prix seine 65. Auflage. Wir sind hier seit unserem ersten Sieg 1998 mit vier Siegen das erfolgreichste Team. Fernando und Lewis haben in ihrer ersten Saison bei McLaren-Mercedes nicht weniger gute Erinnerungen an Monte Carlo; Fernando als Vorjahressieger des Grand Prix, Lewis als GP2-Sieger 2006 und Formel-3-Euroserie-Doppelsieger 2005. Uns allen ist indes klar, dass dies die schöne Vergangenheit ist und die Auflage 2007 eine noch größere und härter umkämpfte Herausforderung werden wird als alle Rennen zuvor."