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Todt: "Massa hat uns nicht überrascht"

22. Mai 2007 - 15:40 Uhr

Jean Todt ist froh, dass man den Vertrag mit Felipe Massa verlängern konnte und ist auch zufrieden, wie sich Kimi Räikkönen ins Team eingelebt hat

Jean Todt Felipe Massa
Todt mit Massa: Der Brasilianer hätte Schumacher Platz machen müssen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auch ohne Michael Schumacher ist Ferrari stark, drei der ersten vier Rennen konnte man gewinnen, in der WM-Wertung liegt man im Moment jedoch hinter McLaren-Mercedes.

Dennoch können die "Roten" zufrieden sein, denn der Rücktritt des Deutschen und der Weggang von Technikdirektor Ross Brawn hätte die Italiener durchaus in eine Krise schicken können. Rennleiter Jean Todt hatte die Strukturen im Vorfeld derart gefestigt, dass der Rennstall auch in diesem Jahr um den WM-Titel mitfahren kann.

Damit man am Ende nach zwei Jahren ohne Titel wieder an der Spitze steht, müssen sich die Italiener aber vor allem auf einem Gebiet noch verbessern: "Der Ausgang der ersten paar Meisterschaftsrennen ist aus der Sicht der Performance positiv, weniger jedoch in Bezug auf die Zuverlässigkeit", übt der Franzose im Interview mit 'formula1.com' Kritik.

Dennoch arbeitet Ferrari im Moment nicht nur an der Zuverlässigkeit, sondern versucht auch die Leistung des F2007 zu verbessern: "In der Formel 1 kann man es sich nicht erlauben, die Entwicklung des Autos zu stoppen", weiß Todt.

Umso besser müssen die Tests geplant sein, denn in diesem Jahr kann der Rennstall aus Maranello wegen des verschärften Testreglements nicht mehr so ausgiebig testen wie in den Jahren: "In diesem Jahr ist es mit dem neuen Format für private Testfahrten notwendig, dass wir unsere Tests in einer wohl geplanten und effizienten Manier durchführen."

"Nicht überrascht" ist Todt von Felipe Massas starken Vorstellungen in diesem Jahr, schließlich sei der Brasilianer nur außerhalb des Teams kritisiert worden und "definitiv nicht" innerhalb des Teams: "Wir sind nicht überrascht über das, was er da tut, auch wenn das andere vielleicht sind."

Todt versichert, dass Kimi Räikkönen auch dann im Ferrari gesessen wäre, hätte Michael Schumacher seine Karriere fortgesetzt, schließlich habe man zum Zeitpunkt der Vertragsunterschrift noch nicht gewusst, was der Rekordsieger machen wird: "Dann traf er seine Entscheidung und wir waren mehr als glücklich, den Vertrag mit einem jungen und talentierten Fahrer wie Felipe verlängern zu können."

Räikkönen habe sich mittlerweile gut in das Team eingelebt: "Er ist ein offenherziger und aufrichtiger Kerl und hat hier eine offene und kooperative Atmosphäre vorgefunden. Ich persönlich komme sehr gut mit Kimi aus. Ich habe ihn schon immer sowohl als Fahrer als auch in Bezug auf die Art und Weise, wie er sich außerhalb des Cockpits gibt, gemocht. Er ist sich selbst treu geblieben, was in der Formel 1 nicht leicht ist."

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