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Theissen mit dem Freitagsreglement nicht zufrieden

24. Mai 2007 - 21:25 Uhr

Mario Theissen sprach auf der Pressekonferenz über das Freitagsformat und die Regelvorschläge von Max Mosley in Bezug auf eine "grüne Formel 1"

Mario Theissen
Mario Theissen will schnell konkrete Aussagen über die neuen Regeln
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Glaubst du, dass die diesjährigen Regeländerungen funktioniert haben? Und was denkst du über die zukünftigen Pläne, die für 2011 in Betracht gezogen werden?"
Mario Theissen: "Der Einheitsreifen hat das Feld näher zusammengebracht. Früher hatten wir vier bis fünf Sekunden zwischen dem Ersten und dem Letzten in der Startaufstellung und das ist jetzt auf zwei bis zweieinhalb Sekunden geschrumpft, das ist gut."

"Die andere wichtige Änderung betrifft den Ablauf des Freitags. Da glaube ich, dass es nicht den angedachten Zweck erfüllt, der den Freitag zu einem Testtag machen sollte. Was wir nun haben, ist ein ausgedehnter Trainingstag. Die Originalidee von ausgiebigen Testfahrten, die von jungen Fahrern geleistet werden, hat sich nicht durchgesetzt. Ich denke, dass wir dieses Thema für nächstes Jahr noch einmal diskutieren sollten."


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Frage: "Geht die Formel 1 in die richtige Richtung, wenn man das Papier betrachtet, dass du vor kurzem zum Thema "Grüne Formel 1" erhalten hast?"
Theissen: "Generell kann ich dazu sagen, dass wir dies unterstützen. Wir sind eine technologie-orientierte Firma und wollen in der Formel 1 unsere Kompetenz in diesem Bereich zeigen. Aus unserer Sicht ist es also gut, wenn wir die Führung übernehmen und die Formel 1 als ein Werkzeug gebrauchen, um zukünftige Entwicklungen für die Straßenautos zu entwerfen. Die Basis stimmt."

"Und wir sehen diesen Entwurf als eine Diskussionsbasis. Dies wurde uns vor zwei oder drei Wochen präsentiert und die Hersteller wurden eingeladen, dies zu kommentieren und ihre eigenen Ideen einzubringen. In den kommenden Monaten wird es eine Reihe von Meetings geben und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir etwas sehr interessantes und nützliches auf die Beine stellen werden."

"Natürlich wird es eine Menge Geld kosten, einen solchen Antrieb zu entwickeln und daher ist es in meinen Augen essentiell die endgültigen Regelungen so schnell wie möglich und noch vor Ende des Jahres zu wissen, um die Entwicklung zu strecken und mit den vorhandenen Ressourcen zu planen. Das ist unsere Sicht in Bezug auf den Antrieb."

"Gleichzeitig wurde angekündigt, dass der Einfluss der Aerodynamik vermindert werden sollte, weil sie für Straßenautos nicht relevant sei. Wenn wir darüber sprechen, dann geht es nicht nur um die Lösungen, die wir finden, sondern auch über die Technologie und die Werkzeuge, die wir für die Formel 1 entwickeln. Und auch im Bereich der Aerodynamik war die Formel 1 der Entwicklungshelfer für das, was wir mit den Straßenfahrzeugen machen."

"Wenn man sich unsere Windkanäle ansieht, dann sind sie wesentlich ausgetüftelter, als unsere Windkanäle, die wir für die Straßenautos verwenden und gerade jetzt wird diese Technologie für die zukünftige Entwicklung von Straßenautos übernommen. Und in Sachen CFD-Simulation ist die Formel 1 ebenfalls Vorreiter, denn wir entwerfen Entwicklungen, die in Zukunft für die Straßenautos eingesetzt werden."

Frage: "Ist es fair zu sagen, dass angesichts der Testrestriktionen das Team, welches die meisten Autos hat, im Vorteil ist, und dass daher jedes Top Team ein Kundenteam braucht, dass die gleichen Autos fährt?"
Theissen: "Ich würde sagen, mit der aktuellen Situation, mit einem Reifenhersteller, sind wir in Sachen Tests zufrieden. Wenn man die Testkilometer weiter beschneiden würde, dann könnte das passieren, dann wird es auch passieren."

Frage: "Was sagst du zu Lewis Hamilton und seinen ersten vier Rennen? Was denkst du über ihn?"
Theissen: "Ganz einfach: Sehr talentiert, sehr fokussiert und mit Sicherheit der am Besten vorbereitete Fahrer, der in die Formel 1 gekommen ist, seit ich da bin."

Frage: "Eine Frage zum Spektakel Formel 1 und wie es verbessert werden kann. Muss deiner Meinung nach das Spektakel oder die TV-Übertragung verbessert werden? Denn einige Leute sind der Meinung, dass das Spektakel gut genug wäre, wenn wir es sauber portraitieren könnten?
Theissen: "Ich kann über die TV-Übertragungen nicht allzu viel sagen, denn alles was ich sehe, sind die Bildschirme an der Strecke. Aber soweit ich weiß, sind die Übertragungen speziell im weltweiten Vergleich und im Vergleich zu anderen Sportarten ziemlich stark, und das macht einen großen Anteil an der Stärke der Formel 1 aus."

"Um die Show auf der Strecke zu verbessern, dafür können wir einiges machen. Da geht es um die Rennen selbst, da geht es um den Umgang mit den Zuschauern, denn die Zuschauer sind ein wenig isoliert von den Leuten, die die Show veranstalten. Das könnten wir verbessern."

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