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Theissen lobt Heidfeld, verteidigt Kubica

03. Mai 2007 - 11:13 Uhr

Mit Nick Heidfeld ist BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sowieso hochzufrieden, doch auch an Robert Kubica übt er keinerlei Kritik

Mario Theissen
Mario Theissen hat an seiner aktuellen Fahrerpaarung nichts auszusetzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Robert Kubica liegt im internen Stallduell des BMW Sauber F1 Teams gegen Nick Heidfeld im Qualifying mit 0:3 zurück, an Punkten steht es gar 3:15 - keine guten Voraussetzungen also, wenn er sich für einen neuen Vertrag empfehlen will, doch im Moment genießt der Pole noch volle Rückendeckung des Teams.

Während bei Heidfeld in den Überseerennen alles wie am Schnürchen lief und es auch keine technischen Probleme gab, stolperte Kubica nämlich von einem Defekt in den nächsten, so dass die Bilanz derzeit nicht ganz das wahre Kräfteverhältnis reflektiert. Sehr wohl wahr ist aber, dass Heidfeld im Moment der schnellere und konstantere Mann ist - und vor allem psychologisch auf Wolke sieben schwebt, während Kubica ein wenig zu hadern beginnt.

Neue Verträge gibt es erst am Jahresende

"Robert hat ein Riesenpotenzial, das hat er im letzten Jahr bewiesen."
Mario Theissen

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der bekanntlich mit allen Vertragsfragen sowieso bis Jahresende zuwarten will, setzt den Youngster aber nicht unter Druck. Vielmehr müsse man ihm Zeit geben, zumal die Umstellung von Michelin- auf Bridgestone-Reifen für Kubicas aggressiven Fahrstil pures Gift zu sein scheint. Aber: "Robert hat ein Riesenpotenzial, das hat er im letzten Jahr bewiesen", stellte sich der Deutsche voll hinter seinen Schützling.

"Er ist jetzt in seinem Lernjahr, hat ein paar Mal Pech gehabt - es war die Technik, die ihn gebremst hat", so Theissen weiter. "Ich habe ihm gesagt, er soll das Ganze gelassen angehen, denn wir wissen, was er drauf hat, und er selbst weiß es auch. Er ist der Überzeugung, dass er mit diesem Auto auf das Podium fahren kann. Er braucht jetzt einfach mal ein störungsfreies Rennen und ein Resultat, dann bin ich sehr optimistisch für eine sehr gute Saison."

Heidfeld als Oldie unter den Youngsters

"Ich erwarte mir von Nick noch einiges in der Saison."
Mario Theissen

An Heidfeld gibt es im Moment sowieso keine Zweifel, auch wenn sich "Quick Nick" seinem 30. Geburtstag nähert und damit gegen Kubica, Sebastian Vettel und Timo Glock fast schon als Oldie bezeichnet werden kann. Theissen ist aber "froh, dass er jetzt mal zeigen kann, was im Auto steckt und was in ihm steckt - und ich erwarte mir von ihm noch einiges in der Saison", sprach er seiner derzeitigen Nummer eins Mut zu.

"Nick hat bisher in der Saison sehr gute Vorstellungen geboten - hochkonzentriert, er hat seine Chancen und das Potenzial des Autos genutzt, keine Fehler gemacht. Er hat genau das gezeigt, was wir von ihm erwarten können und was wir bei Williams manchmal schon gesehen haben", lobte er weiter. "Leider war das im ersten Jahr bei Williams und im zweiten Jahr mit unserem eigenen Auto nicht immer flächendeckend möglich, weil wir mit der Technik noch nicht so weit waren."

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