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Speed: Schlechter Zeitpunkt für ein gutes Rennen

28. Mai 2007 - 02:23 Uhr

Scott Speed fuhr in Monaco mit lädierten Bremsen eines seiner besten Rennen, ärgerte sich aber, dass er trotzdem nicht mit Punkten belohnt wurde

Scott Speed
Hat endlich wieder einmal Grund zum Lachen: US-Boy Scott Speed
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Wochen musste sich Scott Speed viel Kritik anhören, er habe eine zu wenig professionelle Einstellung, falle gegenüber Vitantonio Liuzzi zu stark ab. Toro Rosso sucht daher schon aktiv nach Alternativen für 2008 - Sébastien Bourdais durfte kürzlich zum zweiten Mal testen, Bruno Senna soll demnächst im Auto sitzen.

Doch Speed ließ sich davon nicht beunruhigen und konterte in Monaco mit einem tollen Rennen, das er auf Platz neun beendete - weniger als zehn Sekunden hinter dem Werks-Ferrari von Kimi Räikkönen: "Vom 18. auf den neunten Platz, ich habe mehr Ränge gutgemacht als jeder andere, aber es ist so frustrierend, dass ich und das Team dafür nicht mit einem Punkt belohnt wurden", seufzte der Amerikaner.

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Am Ende des Rennens trug er sein Auto nur noch über die Ziellinie, "weil mein Bremspedal schon bis zum Boden durchging. Rubens (Barrichello; Anm. d. Red.) kam mir von hinten immer näher, aber ich ließ die letzten vier Runden ruhig angehen", so Speed. Etwas ärgerte ihn aber: "Es war ein schlechtes Jahr dafür, hier ein tolles Rennen zu fahren, denn normalerweise gibt es mehr Ausfälle und dann landet man mit einer solchen Leistung weiter vorne..."

"Dieses Resultat ist keine Überraschung für mich", fügte der Toro-Rosso-Pilot selbstbewusst an. "Wir hatten schon in Malaysia ein tolles Rennen, in Barcelona sah es bis zum Reifenschaden großartig aus, auch Australien war nicht so schlecht und in Bahrain war ich in der zweiten Kurve draußen. Es war nie so schlecht, aber wir kamen einfach nicht ins Ziel. Dass ich das heute endlich mal geschafft habe. freut mich besonders."

Für den 24-Jährigen geht es nun erst einmal zurück in seine österreichische Wahlheimat, wo er ein paar Tage mit seiner Freundin Valentina verbringen wird. Anschließend plant er einen frühen Flug nach Nordamerika, um noch seine Familie in Kalifornien besuchen zu können, bevor er nach Kanada muss. In Montréal geht es ja am 10. Juni mit dem sechsten Grand Prix der laufenden Formel-1-Saison weiter.