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Sato: "Denke, dass wir uns gut weiterentwickeln"

21. Mai 2007 - 22:02 Uhr

Takuma Sato im Interview über seinen ersten Punkt für Super Aguri, das Rennen in Monaco und seine Meinung zu weiteren Formel-1-Stadtkursen

Takuma Sato
Takuma Sato freut sich nach dem ersten Punkt 2007 schon auf Monaco
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Takuma, Super Aguri hat in Barcelona dank dir seinen ersten WM-Punkt geholt. Was ging dir durch den Kopf, als du über die Ziellinie fuhrst?"
Takuma Sato: "Es war ein fantastisches Gefühl! Im Kopf bedankte ich mich bei allen im Rennteam, in Leafield, in Tochigi, bei unseren Fans und meiner Familie. Ich war extrem zufrieden mit dem Resultat, denn während des Rennens kam es auf jede Sekunde an und es war kein Raum für Fehler da. Ich dachte auch darüber nach, dass es gerade mal 15 Monate her ist, seit wir das Team gegründet haben, und dann schon in die Top 10 fahren und einen Punkt holen - einfach fantastisch! Das bedeutet uns viel, daher war ich ein sehr glücklicher Mann."

"Außerdem ging mir durch den Kopf, dass der zweite Sonntag im Mai in Japan und einigen anderen Ländern Muttertag ist. 2002 war der Österreich-Grand-Prix am Muttertag und die Veranstalter hatten die Fahrermütter eingeladen, aber dann hatte ich einen katastrophalen Unfall. Daher war es schön, dass ich meiner Mutter diesmal ein besseres Geschenk machen konnte."

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Sato mit Fortschritten zufrieden

Frage: "Das nächste Rennen findet in Monaco statt, auf einer sehr herausfordernden Strecke für Fahrer und Auto. Wie wird der SA07 dort funktionieren?"
Sato: "Ich freue mich auf Monaco, nicht nur wegen unseres Erfolgs in Spanien, sondern weil man dort guten mechanischen Grip braucht und weil unser im Rennen eingesetztes neues Getriebe gut funktioniert, ebenso wie die in Ricard getestete Aerodynamikversion. Ich denke, dass wir uns ganz gut weiterentwickeln, wie alle anderen auch, und dass wir ein gutes Auto haben."

"Monaco ist eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Vergangenes Jahr hatten wir im SA05 eines unserer besten Rennen, aber leider trat ein Elektronikproblem auf, so dass ich nicht ins Ziel kam. Monaco ist historisch gesehen eine großartige Strecke, aber weil sie anders ist als andere Strecken, muss man jeden Moment präzise sein. Es wird ein herausforderndes Rennen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem SA07 einen guten Job machen werden."

Frage: "Die Teams werden zum ersten Mal mit der superweichen und weichen Bridgestone-Mischung fahren müssen. Wie wird euch das beeinflussen?"
Sato: "Wir testeten beide Optionen in Ricard, aber Monaco ist der einzige Stadtkurs, so etwas kann man nicht simulieren. Daher ist es schwierig, die Bedingungen beim Test zu reproduzieren. In Monaco ist so wenig Grip, dass wir die weichen Bridgestone-Reifen brauchen, um den mechanischen Grip zu maximieren. Wenn man die Reifen aber zu stark belastet, werden sie nicht überleben. In Ricard haben wir wertvolle Daten gesammelt. Hoffentlich bekommen wir die Reifen an unserem Auto zum Arbeiten, aber es wird mit der superweichen Reifenmischung eine Herausforderung."

Linienwahl ein entscheidender Faktor

Frage: "Wie gehst du damit um, in Monaco im Rennen erst mit einem sehr schweren Auto mit viel Benzin zu fahren, später dann aber mit einem sehr leichten Auto?"
Sato: "In den Kurven ist die Linienwahl entscheidend. Abhängig vom Gripniveau auf dem weicheren Reifen kann man ein bisschen tiefer hineinfahren, wie in der Qualifyingsituation. Die Rennlinie ist in Monaco sehr eingeschränkt; das muss man mit den superweichen Reifen im Griff haben, denn man muss mit den Reifen sorgsam umgehen, ohne Speed einzubüßen. Man darf dabei nicht zu aggressiv sein, speziell nicht mit einem schwereren Auto. Man muss präzise fahren, denn ein Rutscher ist sehr schwierig zu korrigieren - und mit einem schweren Auto wird das noch schwieriger."

"Ein leichteres Auto mit mehr Grip ist da natürlich hilfreich. Man muss den Fahrstil von Runde zu Runde anpassen, weil sich die Bedingungen und Situationen verändern."

Frage: "Für die Zukunft der Formel 1 sind weitere Stadtkurse geplant. Wie stehst du zu dieser Entwicklung?"
Sato: "Sicherheit ist für mich das Hauptthema - für die Fahrer, Zuschauer und Streckenposten. Ein Stadtkurs ist immer eine Herausforderung und aufregend, weil man so nah an den Barrieren fährt und es keinen Spielraum für Fehler gibt. Solange die Strecken sicher sind, können wir sie genießen."

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