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Regierung: "Ecclestone beleidigt Spanien"

11. Mai 2007 - 16:28 Uhr

Wegen der Vertragsmodalitäten mit Valencia: Jetzt wirft die Spanische Regierung Bernie Ecclestone Beleidigung und Respektlosigkeit vor

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone steht wegen Valencia immer mehr in der Kritik
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Supremo Bernie Ecclestone bringt mit seinen speziellen Vertragsmodalitäten mit Valencia immer mehr spanische Politiker gegen sich auf. Denn Ecclestone macht den neuen "Europa-Grand-Prix" vom Ergebnis der dortigen Regionalwahlen abhängig. Nur wenn der konservative regionale Regierungschef Francisco Camps am 27. Mai wiedergewählt wird, will Ecclestone den Vertrag mit Valencia unterschreiben.

Das hatte schon bei der regionalen Opposition für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Und jetzt meldet sich auch die spanische Staatsregierung zu Wort. "Das ist traurig, unglücklich und Besorgnis erregend", sagte die stellvertretende spanische Premierministerin Maria Teresa Fernandez de la Vega heute bei einer Pressekonferenz.

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"Erstens zeigt es einen klaren Mangel an demokratischer Kultur, und zweitens ist es eine Beleidigung und eine Respektlosigkeit gegenüber allen, gegenüber den Bürgern von Valencia und allen Spaniern", fuhr die aufgebrachte Politikerin fort.

Auch viele der spanischen Medien sind der Auffassung, dass Ecclestone diesmal einen Schritt zu weit gegangen sei. "Der Formel-1-Chef hat das Recht zu entscheiden, wo Rennen gefahren werden. Aber er darf sich nicht kurz vor Wahlen, bei denen er nicht mitwählen darf, so offensichtlich auf die Seite einer Partei stellen", kommentierte die größte Tageszeitung des Landes, 'El Pais'.

Der spanische McLaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa möchte sich aus der Diskussion am liebsten heraushalten. "Ich bin in der Politik nicht besonders gut, deswegen wurde ich Rennfahrer. Wenn ich ein guter Politiker wäre, wäre ich Teamchef geworden", versuchte er Fragen zum Thema diplomatisch auszuweichen.

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