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Räikkönen: "Immer noch besser als nichts"
Eigentlich wollte Kimi Räikkönen in Monte Carlo erstmals das volle Potenzial seines Ferrari F2007 ausschöpfen - doch bekanntlich kam alles anders
(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen erlebte seinen ersten Monaco-Grand-Prix am Steuer eines Ferraris nicht so, wie er sich das im Vorfeld vorgestellt hatte: "Ich hatte an dieses Rennen hohe Erwartungen", gibt der Finne im Nachhinein zu. "Ich habe es im Qualifying weggeschmissen", so Räikkönen über seinen Fahrfehler, nach dem er sich mit dem 16. Startplatz zufrieden geben musste.
"In der zweiten Einheit startete ich auf extra-weichen Reifen und als ich aus der Schwimmbad-Passage heraus kam, knallte ich mit dem rechten Vorderrad in die Leitplanken. Es war kein sehr starker Einschlag, aber er reichte um das Lenkgestände zu zerstören und den unteren Arm der Aufhängung zu beschädigen. In der Vergangenheit habe ich die Leitplanke mit wesentlich mehr Wucht getroffen und nichts passierte..."
Das Team gab alles, um die beschädigten Teile noch während des Qualifyings auszutauschen - ein hoffnungsloses Unterfangen: "Es wäre viel zu riskant gewesen, ohne alles perfekt abzustimmen auf die Strecke zu gehen", weiß der Rennfahrer aus Espoo. "Das war mein Fehler. Lasst uns daraus kein Drama machen, denn solche Dinge passieren im Rennsport und es gibt keinen Grund zu jammern."
Nach dem verpatzten Qualifying war dem 27-Jährigen bewusst, dass er im Rennen kaum eine Chance hat: "Ich wusste, dass ich ein Verfolgungsrennen vor mir hatte. Wenn man vom 16. Platz in der Startaufstellung losfährt, dann gibt es kaum etwas, was du tun kannst. Der einzig positive Moment war der Start, als ich es schaffte, an vier Autos vorbeizukommen."
Von da an steckte Räikkönen im Verkehr fest: "Es gab nicht einmal eine einzige Runde, in der ich so viel Druck machen konnte, wie ich das wollte und dazu eigentlich in der Lage war. Es fällt mir aus diesem Grund schwer zu erahnen, wie mein Rhythmus im Rennen hätte aussehen können."
Besonders bitter für den Ferrari-Piloten, sein Auto war von Beginn des Wochenendes an "perfekt" abgestimmt: "Ich hatte das Gefühl, dass ich vielleicht das erste Mal in diesem Jahr mit dem F2007 das Maximum geben kann. Es ist ärgerlich, wenn man immer hinter einem langsameren Auto festhängt und man nichts tun kann, um seine Position zu verbessern. Zumindest haben wir es geschafft, einen Punkt zu holen. Das ist immer noch besser als nichts."
Trotz der Probleme blickt Räikkönen dem restlichen Saisonverlauf optimistisch entgegen: "Der Abstand zwischen mir und der Spitze macht das Leben mit Sicherheit schwerer, aber wir befinden uns erst im ersten Teil der Saison. Wir werden alles geben, um aufzuholen und wir werden bis zum Ende kämpfen."
"Solange nicht etwas wirklich Überraschendes passiert, gibt es vier Fahrer, die einen Grand Prix gewinnen können. Diese Situation mag mir tatsächlich etwas dabei helfen, die Abstände zu überklüften", hofft Räikkönen.
"Ich wusste, dass McLaren in Monaco sehr stark sein würde, aber ich wusste auch, dass wir einen sehr guten Rhythmus einschlagen könnten. Es wäre schön gewesen, eine direkte Auseinandersetzung zu haben. Ich hoffe, dass beim kommenden Rennen endlich alles gut laufen wird", blickt Kimi Räikkönen schon auf das bevorstehende Rennen in Montreal. Zuvor steht für den "fliegenden Finnen" aber ein Kurzbesuch in der Heimat an.









