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Prost: Massa kann Weltmeister werden - Lob für Hamilton

05. Mai 2007 - 10:15 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost analysiert das Duell McLaren-Mercedes gegen Ferrari und schätzt die vier Piloten der beiden Rennställe ein

Alain Prost und Bernie Ecclestone
Alain Prost und Bernie Ecclestone hoffen auf eine spannende Formel-1-Saison
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren ist der Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 meist zwischen zwei Fahrern ausgetragen worden, hin und wieder war ein Fahrer so dominant, dass er ungefährdet in Richtung WM-Krone fahren konnte.

In diesem Jahr haben nach den ersten drei Grands Prix gleich vier Fahrer realistische Chancen auf den Titel und alle vier sind zudem auf einem ähnlichen Niveau unterwegs, was eine spannende Saison verspricht.

In den Augen von Alain Prost ist Ferrari Favorit und im Stallduell hat Felipe Massa die besseren Chancen: "Er kann Weltmeister werden, denn er kennt das Team im Vergleich zu Räikkönen besser", wird Prost von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert.

Warum sieht der viermalige Formel-1-Weltmeister Ferrari im Titelkampf im Vorteil? "Sie verfügen aus den vergangenen Jahren über mehr Erfahrung und sind eine Mannschaft, die schwer zu schlagen ist", meint der 52-Jährige.

Prost hat jedoch Zweifel, ob der Rennstall aus Maranello den Strategiewechsel nach dem Weggang von Michael Schumacher erfolgreich schafft: "Die Frage ist, ob sie mit der internen Rivalität zwischen den Piloten zurechtkommen, denn in den vergangenen Jahren haben sie sich immer nur auf einen Fahrer konzentriert."

Die Frage, die sich derzeit viele Experten stellen, wirft auch der Franzose in den Raum: Hatte Lewis Hamilton in seinen ersten drei Rennen einfach Anfängerglück oder kann er tatsächlich um den WM-Titel mitfahren?

"Ich denke, dass wir nach Barcelona und Monte Carlo in der Lage sein werden zu wissen, ob er in diesem Jahr schon den Titel gewinnen kann", so der ehemalige Formel-1-Teamchef. "Das ist nicht unmöglich, er ist in einer psychologisch günstigen Situation."

Als Formel-1-Neuling hat der 22-Jährige in der Tat nichts zu verlieren. Von den ersten drei Rennen des Briten ist der 51-malige Grand-Prix-Sieger schwer beeindruckt: "Er fuhr schnell und fehlerfrei. Viele junge Fahrer setzen ein Highlight und verschwinden dann im Nirgendwo. Er war hingegen auf drei verschiedenen Strecken schnell und das ohne Fehler zu machen."

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