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Nächste Totalpleite für Toyota

13. Mai 2007 - 18:05 Uhr

Ralf Schumacher und Jarno Trulli sahen in Barcelona die Zielflagge nicht - Rennen war eigentlich schon nach der ersten Runde gelaufen

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher musste sein Rennen wegen eines Problems aufgeben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn es nicht läuft, dann läuft es eben nicht: Nach den schwierigen Überseerennen glaubte man bei Toyota zwar an den beiden Trainingstagen in Barcelona zumindest kleine Fortschritte ausgemacht zu haben, doch im heutigen Rennen lief wieder einmal alles gegen die beiden Unglücksraben Ralf Schumacher und Jarno Trulli.

Schumachers Arbeitstag war im Grunde schon nach einer Runde hinfällig, denn um einem Gerangel vor sich auszuweichen, musste er im letzten Sektor hart abbremsen - wodurch ihm Alexander Wurz von hinten ins Auto fuhr. Der Deutsche ließ seinen TF107 an der Box checken und sicherheitshalber die Reifen wechseln, doch der Heckflügel war so beschädigt, dass er in der Folge viel zu wenig Topspeed hatte. Später schied er dann mit einer verrutschten Frontpartie aus.

Krise bei Schumacher nimmt kein Ende

"Wieder ein schwieriges Wochenende für mich", seufzte der sechsfache Grand-Prix-Sieger, dessen Krise kein Ende nehmen will. "Der Start an sich war okay und ich konnte sogar ein paar Plätze aufholen. Dann ging es ziemlich zur Sache, aber das war von meinem Startplatz aus ja auch nicht anders zu erwarten. In Kurve zehn herrschte ein Chaos, in dem ich von hinten getroffen wurde. So etwas passiert halt manchmal. Ich kam dann zum Check an die Box, konnte aber weiterfahren."

"Von da an lief das Rennen eigentlich ziemlich gut und wir konnten zumindest von den Rundenzeiten her eine starke Pace gehen. Leider wurde dann die Nase meines Fahrzeugs locker, so dass ich aufgeben musste", bilanzierte Schumacher. "Unser Auto ist seit dem letzten Rennen besser geworden, aber wir sind immer noch weit davon entfernt, wo wir heute hätten landen sollen, daher müssen wir hart weiterarbeiten."

Noch früher als der 31-Jährige wurde sein Teamkollege Trulli zum Statisten degradiert, denn der Italiener blieb schon am Start stehen, weil er mit in den Keller gefallenen Drehzahlen den Motor abwürgte. Der Grund dafür war mangelnder Benzindruck. Zwar konnte Trulli aus der Boxengasse in den Grand Prix gehen, doch das vorhandene Problem wurde immer schlimmer und führte schlussendlich in der achten Runde zum Ausfall.

Benzindruck legte Trulli lahm

"Das war wieder so ein Tag..."
Jarno Trulli

"Das war wieder so ein Tag", seufzte der 32-Jährige. "Leider ging am Ende der Aufwärmrunde der Motor wegen eines Benzindruckproblems aus. Dadurch konnte ich den Restart nur aus der Box in Angriff nehmen. Mit höheren Drehzahlen bekamen wir den Motor wieder zum Laufen - und ein paar Runden lang sahen wir sogar wirklich gut aus. Schlussendlich war das Problem aber doch zu schlimm und ich konnte nicht weiterfahren."

Dem Team machte er keinen Vorwurf: "So etwas kann im Motorsport passieren, aber es ist schade, denn ich hatte einen so guten Startplatz und hätte heute richtig fighten können", gab Trulli zu Protokoll. "Wir haben einen Fortschritt gemacht, aber heute sind wir zum ersten Mal in diesem Jahr nicht in die Punkte gekommen. Wir müssen nun alles geben, um Performance und Zuverlässigkeit weiter zu verbessern."

Tomita hofft auf Steigerung von Toyota

Teamchef Tsutomu Tomita fasste zusammen: "Es ist enttäuschend, kein Auto im Ziel zu haben. Jarno lieferte ein gutes Qualifying ab, aber durch den instabilen Benzindruck funktionierte sein Motor nicht mehr, also blieb er stehen. Ralfs Start war gut, er konnte aufholen, wurde dann aber von Wurz getroffen. Seine Pace nach dem Boxenstopp war gut, wenn man bedenkt, dass die Endplatte seines Heckflügels beschädigt war und er dadurch zu wenig Topspeed hatte", so der Japaner.

Und weiter: "Dann musste er wegen eines Folgeschadens der Kollision reinkommen. Seine Nase war lose, aber wir müssen noch untersuchen, wie das passiert ist. Zumindest sind heute alle Probleme auf einen Haufen gekommen! Unsere Strategie war ähnlich wie die der Topteams, was Jarnos Leistung im Qualifying stark aufwertet. Für Monaco bekommen wir weitere Upgrades. Da hoffen wir auf ein erfolgreicheres Wochenende", fügte Tomita an.

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