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Silberpfeile zum Auftakt in Barcelona voran

11. Mai 2007 - 11:31 Uhr

Mit den weichen Reifen fuhr Lewis Hamilton Bestzeit im ersten Freien Training - McLaren-Mercedes und Ferrari wieder die stärksten Teams

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton fuhr im ersten Freien Training in Barcelona Bestzeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vier Wochen, viele Millionen Dollar Entwicklungsgelder und einen offiziellen Test nach dem Grand Prix von Bahrain wurde heute Morgen in Barcelona wieder Formel 1 gefahren: Im ersten Freien Training in Spanien wurde von allen Fahrern und Teams eifrig auf das Rennen hingearbeitet - und am schnellsten waren die Silberpfeile.

Etwas überraschend sicherte sich Lewis Hamilton (22 Runden) in 1:21.880 Minuten die Bestzeit. Der junge Brite war als einziger Topfahrer zumindest zum Schluss mit der weiß markierten weicheren Reifenmischung von Bridgestone unterwegs, allerdings war er auch mit den harten Pneus schon an der Spitze des Klassements gelegen. Zweiter wurde Lokalmatador Fernando Alonso (21 Runden) mit 0,388 Sekunden Rückstand.

Bislang keine Änderungen der Kräfteverteilung

Dass sich trotz der harten Arbeit hinter den Kulissen am Kräfteverhältnis nicht allzu viel verändert hat, belegten die eigentlich favorisierten Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (+ 0,411/19 Runden) und Felipe Massa (+ 0,685/15 Runden) auf den Positionen drei und fünf. Die von den Überseerennen bekannte silbern-rote Dominanz an der Spitze konnte nur von BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica (4./+ 0,566/21 Runden) durchbrochen werden.

Für die wahrscheinlich größte Überraschung der Session sorgte allerdings Anthony Davidson (Super-Aguri-Honda/21 Runden), der sich in der Schlussphase nach vorne schob, sensationell sogar absolute Bestzeit im umgebauten letzten Sektor fuhr und auf die Spitze nur 0,785 Sekunden einbüßte. Sein Teamkollege Takuma Sato war ebenfalls flott unterwegs, wurde aber nach 22 Runden mit 1,436 Sekunden Rückstand lediglich 13.

Positiv verlief das Training aus Sicht der Toyota-Deutschen: Ralf Schumacher lag über weite Strecken mitten in der Weltspitze und sicherte sich schlussendlich nach 23 Runden mit 0,963 Sekunden Rückstand den achten Platz, ganz knapp hinter seinem Teamkollegen Jarno Trulli. Aber auch Nico Rosberg (9./Williams-Toyota/+ 1,168/28 Runden) zeigte trotz des verpatzten Tests seines Rennstalls vor einer Woche eine beständige Leistung.

Heidfeld noch nicht in den Top 10

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld hielt sich in den ersten 90 Minuten noch vornehm zurück
© xpb.cc

Noch nicht ganz so stark wie erwartet präsentierten sich unter anderem Nick Heidfeld (12./BMW Sauber F1 Team/+ 1,290/26 Runden) sowie das Renault-Duo Heikki Kovalainen (14./+ 1,442/24 Runden) und Giancarlo Fisichella (15./+ 1,517/21 Runden). David Coulthard (16./Red-Bull-Renault/+ 1,548/21 Runden) besorgte indes mit einem Dreher gegen Halbzeit den einzigen nennenswerten Zwischenfall der 90 Minuten.

Erfreulich aus deutscher Sicht wieder einmal die Performance von Adrian Sutil (19./+ 2,074/25 Runden), der erneut seinen Spyker-Ferrari-Teamkollegen Christijan Albers (22./+ 2,516/25 Runden) deutlich hinter sich ließ - genau wie auch die beiden Toro-Rosso-Ferraris. Unmittelbar vor diesem Nachzüglerquartett hatten die Werks-Hondas wieder einmal mit den von den Überseerennen bekannten Handlingproblemen zu kämpfen.

Das heimliche Highlight des ansonsten eher unspektakulären Vormittags setzte aber Michael Schumacher, denn der Ferrari-Berater kam gegen 10:45 Uhr an der Strecke an, marschierte zunächst ins Motorhome von Karl-Heinz Zimmermann und begrüßte dann - ohne Ferrari-Jacke, aber mit Teamkappe - jeden einzelnen seiner früheren Mechaniker persönlich. Dass er dabei ständig von unzähligen Fotografen umringt war, versteht sich von selbst...

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