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Magny-Cours leidet unter Ecclestones Knebelverträgen
Obwohl man einen Vertrag bis 2011 besitzt drohen die Betreiber der Rennstrecke von Magny-Cours den Großen Preis von Frankreich zu verlieren
(Motorsport-Total.com) - Einen Vertrag mit der Formel 1 zu besitzen ist für fast alle Rennstrecken-Betreiber lediglich eine Frage der Ehre oder der Imagepflege, denn mit der "Königsklasse des Motorsports" lässt sich wegen der hohen Gebühren und der Tatsache, dass die Einnahmen aus Bandenwerbung und TV-Rechten nicht in die eigene Tasche fließen, kein Gewinn machen.
Hinzu kommt die Vertragspolitik von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Der Brite möchte für seinen "Zirkus" die besten Anlagen der Welt haben. Frankreich ist aufgrund der Motorsport-Historie eigentlich ein Pflichtbestandteil des Terminkalenders der Formel 1, doch Magny-Cours genießt nicht nur wegen seiner Lage im "französischen Nirgendwo" keinen guten Ruf.

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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone drohte jüngst sogar mit dem Entfernen des Rennens aus dem Kalender. "Normalerweise ist unser Vertrag bis 2011 gültig", so Éric Barbaroux, Chef des französischen Motorsportverbandes 'FFSA' gegenüber 'Racing Live'. "Der Vertrag sagt klar aus, wo das Rennen ausgetragen werden muss - in Magny-Cours. Jedoch gibt es eine Klausel, die das Ansehen des Rennens betrifft und es Bernie erlaubt zu tun, was er immer tun möchte."
Barbaroux weiß, dass das Erfüllen von Standards eine "ziemlich relative" Angelegenheit ist: "Wenn jemand uns morgen bittet, 20 Kilometer entfernt einen Flughafen zu bauen, so wie sie das für Olympia getan haben, dann wird das zweifelsohne schwierig."
Der Franzose gibt zu, dass man 1991 noch den Standard in der Formel 1 gesetzt hat, seitdem mit der Entwicklung der Rennstrecken nicht ganz mithalten konnte und im Vergleich mit anderen internationalen Veranstaltungen "nicht mehr auf Augenhöhe ist". In Magny-Cours möchte man aus diesem Grund die Entwicklung neuer qualitativer Hotels fördern, den Zugang per Autobahn an die Strecke erleichtern und das Rahmenprogramm ausbauen.
Die Tatsache, dass Ecclestone derzeit mit weiteren Ländern Verträge über die Austragung von Grands Prix abschließt, setzt den Verband "sogar noch mehr unter Druck, denn die Erwartungen sind sehr hoch geworden".
Es sei eine "wahre Herausforderung", mit den "Elite-Ländern" mithalten zu können: "Frankreich sollte das gleiche tun. Bernie Ecclestone hat uns bestätigt, dass wir nicht mehr länger auf dem richtigen Niveau sind, wir müssen aus diesem Grund schnell reagieren."
Barbaroux gibt zu, dass man sich zuletzt auf den Lorbeeren ausgeruht hat und nicht auf neue Rennen wie Sepang, Bahrain, Shanghai oder Istanbul reagiert hat: "Die Dinge müssen sich bis 2009 ändern, das ist klar."
Man wolle den Grand Prix unbedingt im Land halten, schließlich sorge ein Rennen für 50 bis 100 Millionen Euro Umsatz im Land: "Wir haben nicht für ein Jahr unterschrieben sondern für sieben, demzufolge sind das 500 bis 700 Millionen Euro für das Land - da wird das zu einem Projekt mit hoher Priorität."












