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Lom: "Monte Carlo ist eine einzigartige Strecke"

30. Mai 2007 - 16:09 Uhr

Fabrice Lom, für Red Bull Racing abgestellter Renault-Motoreningenieur, analysiert im Interview noch einmal den Grand Prix von Monaco

Fabrice Lom
Fabrice Lom sieht Red Bull Racing weiter auf dem richtigen Weg
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Fabrice, was sagst du zu der dominierenden Vorstellung des McLaren-Mercedes-Teams im Fürstentum?"
Fabrice Lom: "Bei dem Kurs in Monte Carlo handelt es sich um eine einzigartige Rennstrecke. Prognosen zum Kräfteverhältnis bei den bevorstehenden Grands Prix verbieten sich daher. McLaren glänzte in Monaco eigentlich immer mit guten Leistungen. Im vergangenen Jahr, als ihr Rennwagen auf allen anderen Strecken nicht so gut funktionierte, verpassten sie im Fürstentum den Sieg nur knapp. Es ist daher zu früh zu beurteilen, wie viel die Performance vom vergangenen Wochenende tatsächlich wert ist."

Frage: "Waren die Red Bulls weit entfernt von der Pace der Spitzenteams?"
Lom: "Nein, und das macht uns Mut. Obwohl der monegassische Straßenkurs den Eigenschaften des RB3 - zumindest in der Theorie - nicht wirklich entgegenkommt, waren beide Autos sehr konkurrenzfähig. Beide Piloten erreichten im Qualifying den dritten Durchgang, an dem David Coulthard aufgrund seiner Bestrafung jedoch nicht teilnehmen durfte."

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Frage: "Wie beurteilst du das Monaco-Wochenende?"
Lom: "Es ließ sich wahrscheinlich am besten mit 'verpasste Gelegenheit' zusammenfassen. Wir hätten ein wirklich gutes Rennen abliefern können, mussten aber letztlich ohne Punkte abreisen. Bei Mark Webber traten Fehlzündungen im Motor auf, wodurch sein Getriebe Schaden nahm. Das führte zu seinem frühen Aus. David konnte aufgrund seines Startplatzes weit hinten nicht viel machen. Denn auch in diesem Jahr galt: Selbst mit einem guten Auto ist es in Monaco geradezu unmöglich zu überholen."

Frage: "Wie stellte sich die Situation aus Motorensicht dar?"
Lom: "Mark fuhr mit einem brandneuen Triebwerk. Davids V8 erlebte bereits seinen zweiten Grand Prix-Einsatz."

Frage: "Nach Mark Webbers Ausfall zöge ein Wechsel seines Motors laut Reglement keine Konsequenzen für Montreal nach sich..."
Lom: "Ja, das stimmt. Aber wir wissen noch nicht, ob wir wechseln werden. Die Probleme in Monaco lassen sich zweifelsfrei auf die Elektronik zurückführen. Der Motor selbst hat höchstwahrscheinlich keinen Schaden genommen. Die Laufleistung des Triebwerks beträgt momentan 200 Kilometer. Am Kanada-Wochenende wird es somit die 800-Kilometer-Marke erreichen, sich sozusagen im allerbesten Zustand befinden. Wenn wir für Montréal einen neuen Motor einbauen, müssten wir mit diesem auch beim Grand Prix der USA antreten. Die Kombination dieser beiden Saisonläufe stellt in puncto Zuverlässigkeit sicher nicht die leichteste Aufgabe dar."

Frage: "Stichwort Zuverlässigkeit: Wie sieht es mit diesem wichtigen Thema bei Red Bull Racing aus?"
Lom: "Das Team macht kontinuierlich Fortschritte. Es ist immer einfacher, ein schnelles Auto zuverlässig als einen zuverlässigen Wagen schnell zu machen. Unsere Entwicklungsprogramme laufen nach Plan. Wir sind fest davon überzeugt, dass die ärgerlichen kleinen Probleme schon bald der Vergangenheit angehören."

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