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Flexible Flügel: Red Bull unter Verdacht

18. Mai 2007 - 20:03 Uhr

Aufnahmen von einer Onboardkamera am Red Bull von David Coulthard während des Spanien-Grand-Prix' sorgen bei einigen Teams für Alarmstimmung

David Coulthard
War der Heckflügel des Red Bull RB3 in Spanien zu flexibel?
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Kaum sind die Diskussionen über flexible Unterböden halbwegs abgeflacht, tauchen neue Gerüchte über die Regelkonformität der Formel-1-Autos auf. Nun steht Red Bull Racing am Pranger, die in Spanien durch eine solide Leistungssteigerung viel Lob einheimsten. Der Heckflügel des RB3 aber soll zu flexibel sein. Dies befürchten einige Konkurrenzteams und beziehen sich dabei auf Onboardaufnahmen.

Bei zwei Gelegenheiten waren Aufnahmen vom Auto von David Coulthard zu sehen, die von der Kamera stammten, die nach hinten gerichtet war. Dabei soll man gesehen haben, wie sich der Flügel langsam nach hinten bewegte, als der Schotte auf der Geraden schneller wurde. Sobald er für eine Kurve anbremste, wäre der Flügel wieder in seiner angestammten Position gewesen.

Wie 'autosport.com' berichtet, zeigten sich einige Teams von den Aufnahmen nicht gerade begeistert und vermuten bereits eine illegale Flexibilität des Heckflügels. Ein Protest auf einem offiziellen Weg stünde derzeit aber nicht im Raum. "Es wurde viel über flexible Flügel in der Formel 1 geredet, aber das ist das krasseste Beispiel, das ich je gesehen habe", wird ein Insider eines Top-Teams von 'autosport.com' zitiert.

Schon im Vorjahr waren flexible Heckflügel ein Dauerthema in der Formel 1. Die FIA versuchte dem einen Riegel vorzuschieben, indem zwischen die Einzelelemente des Flügels starre Abstandhalter montiert werden mussten. Noch sei nicht klar, ob die FIA gebeten wurde, einen genauen Blick auf die Red-Bull-Entwicklung zu werfen, womöglich wird es in Monaco aber zur Sprache kommen.

Bei Red Bull Racing sieht man der Sache gelassen entgegen. "Ich habe die Aufnahmen nicht gesehen, aber was uns betrifft, so ist das Auto vollkommen regelkonform", erklärte Teamchef Christian Horner. "Kein anderes Team und auch nicht die FIA hat diese Sache uns gegenüber erwähnt. Wenn die FIA der Meinung ist, dass es ein Problem gibt, dann bin ich sicher, dass sie an uns herangetreten wären. Unser Auto überstand die technische Abnahme in Spanien ohne ein Problem."