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Fisichella: "Dieser Renault ist eine Missgeburt"

09. Mai 2007 - 14:16 Uhr

Giancarlo Fisichella sieht für Renault 2007 keine Chance mehr auf das Podium und würde daher am liebsten schon auf 2008 hinarbeiten

Giancarlo Fisichella
Glaubt nicht mehr an ein Wunder für das Jahr 2007: Giancarlo Fisichella
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem mehr als ernüchternden Saisonauftakt steht schon jetzt definitiv fest, dass Renault in diesem Jahr nicht um den WM-Titel mitreden wird. Doch im Moment sieht es sogar eher so aus, als hätte der Weltmeisterrennstall der vergangenen beiden Jahre nicht einmal eine Chance auf einen Sieg oder Podestplätze.

Dieser Meinung ist auch Giancarlo Fisichella, der nach dem Weggang seines übermächtigen Schattens Fernando Alonso eigentlich als Teamleader um die Krone in der Königsklasse des Motorsports fighten wollte - und nun doch wieder nur eine Statistenrolle spielt. Der Italiener fordert daher von Renault, das Beste aus der Situation zu machen, die Saison 2007 frühzeitig zu den Akten zu legen und schon jetzt alles für 2008 in die Waagschale zu werfen.

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"Eigentlich wollte ich in diesem Jahr Weltmeister werden", erklärte er der 'Gazzetta dello Sport', "aber stattdessen leide ich sehr. Ich sehe keine Chance, ein Rennen zu gewinnen. Die Aerodynamik ist komplett daneben. Es ist besser, jetzt mit 2008er-Auto anzufangen als Zeit damit zu verschwenden, ein schlechtes Auto zu reparieren. Dieser Renault ist eine Missgeburt. Natürlich kann man in der Formel 1 nichts ausschließen, nicht einmal Siege mit diesem Auto, aber ich denke nicht, dass es 2007 noch für ein Podium reichen wird."

"Das Auto ist auf der Bremse schlecht und neigt in schnellen Kurven zu einem Untersteuern. Das Gleiche Problem haben wir in den langsamen und mittelschnellen Kurven. Wir können keinen Schwung mitnehmen. Man muss sich nur den Rückstand anschauen: 1,5 Sekunden im letzten Grand Prix! Damit hätten wir nicht gerechnet. Immerhin beginnen wir aber, das Problem zu verstehen, denn wir haben vor Montmelo wie Ferrari und McLaren auf einer Geraden auf einem Flugfeld getestet", gab Fisichella zu Protokoll.

Wo genau das Problem des R27 begraben liegt, weiß niemand so genau. Momentan betreiben die Ingenieure Ursachenforschung: "Die Designer", fügte der Renault-Routinier zu diesem Thema an, "arbeiten daran, die Probleme zu beheben. In Spanien probierten wir eine neue Vorderradaufhängung aus, um die Gewichtsverteilung für die neuen Bridgestones zu optimieren. Das Auto ist besser geworden - nur ein bisschen, aber es fühlt sich besser an."