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Ferrari-Präsident kritisiert Punktesystem

16. Mai 2007 - 21:25 Uhr

Luca di Montezemolo ist sauer, dass kein Ferrari-Fahrer die Weltmeisterschaft anführt, obwohl sein Team drei von vier Rennen gewonnen hat

Luca di Montezemolo und Kimi Räikkönen
"Eigentlich sollten wir in Führung liegen, oder? Was meint ihr, Jungs?"
© Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Nach dem bis 2002 in der Formel 1 gültigen Punktesystem, das hat 'Motorsport-Total.com' heute errechnet, würde Felipe Massa und nicht Lewis Hamilton die Weltmeisterschaft anführen. Für viele Experten wäre dies auch gerechtfertigt, schließlich hat der Ferrari-Pilot bereits zwei Grands Prix gewonnen, sein McLaren-Mercedes-Konkurrent noch gar keinen.

Das aktuelle Punktesystem (10-8-6-5-4-3-2-1) belohnt jedoch den Sieger weniger als das alte (10-6-4-3-2-1), das seinerzeit abgelöst worden war, um die frühen WM-Entscheidungen durch Seriensieger Michael Schumacher zu unterbinden. Inzwischen ist die Formel 1 jedoch umkämpfter als je zuvor, besteht ohnehin kaum noch Gefahr, dass ein Pilot der Konkurrenz enteilt - und schon schreien alle nach einer Rückkehr zur 2002er-Regelung.

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Auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo wünscht sich eine Änderung des Punktesystems: "In vier Grands Prix waren wir immer auf dem Podium. In einer ernsthaften Meisterschaft, die den am meisten belohnt, der gewinnt, wären wir in Führung", schimpfte er bei einem Pressetermin. Zumindest die Differenz zwischen dem Ersten und Zweiten müsse man wieder erhöhen. Was er von Bernie Ecclestones Idee, überhaupt nur die Siege zu zählen, hält, wollte er nicht verraten.

Gleichzeitig stärkte di Montezemolo seinen beiden Fahrern den Rücken, vor allem auch Kimi Räikkönen, der in Barcelona ja ausgeschieden ist und dadurch in der Weltmeisterschaft nur noch an vierter Position liegt: "Wir sind zufrieden mit Räikkönen. Sein Ausfall im Grand Prix am Sonntag war unsere Schuld. Wenn er ins Ziel gekommen wäre, würde er jetzt in der Fahrerwertung auch ganz weit vorne liegen", so der Italiener.

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